Ein Tag vom und fürs Handwerk

Am "Tag des Handwerks" können Betriebe zeigen, wie stark sie beim Thema Marketing für "Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan." sind.

Jana Tashina Wörrle

Ein Tag vom und fürs Handwerk

Am 3. September ist der Tag des Handwerks. Es ist ein Samstag und Samstag ist in den meisten Städten Markttag – so auch im baden-württembergischen Schorndorf. "Da ist in der Innenstadt viel Publikumsverkehr und den wollen wir nutzen, um den Leuten die Imagekampagne näherzubringen", sagt Roland Wöhr, Kreishandwerksmeister des Rems-Murr-Kreises, zu dem auch Schorndorf gehört.

Der Metallbauermeister hat für den bundesweiten ersten Tag des Handwerks einen Gemeinschaftsstand mit zehn Handwerksunternehmern aus der Region organisiert. Sie wollen Back- und Wurstwaren anbieten und den Marktbesuchern zeigen, was das Handwerk so alles zu bieten hat. Natürlich werden sie dabei in den bekannten Farben Pink und Blau auftreten und auch die frechen Handwerkssprüche dabei haben wie "Deutschland ist handgemacht", das Motto zum Tag des Handwerks.

Es ist ein Tag vom und fürs Handwerk. Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), ruft dazu auf, dass sich die Betriebe an diesem Tag auch einmal für ihre guten Leistungen feiern lassen sollen. Andererseits könnten sie die große Aufmerksamkeit, die das gesamte Handwerk bekommt, wenn möglichst viele Betriebe mitmachen, für sich selbst nutzen – sozusagen als eigene Werbeplattform. "365 Tage im Jahr leisten die Betriebe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Großartiges, darauf können sie stolz sein. Das ist ein Grund zum Feiern", sagte er im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung .

"Viele Kammern, Innungen und Kreishandwerkerschaften haben sich für den 3. September attraktive Aktionen einfallen lassen. Der Tag des Handwerks lebt aber vor allem auch davon, dass sich die Betriebe mit eigenen Aktionen beteiligen und zeigen, dass sie Teil der Wirtschaftsmacht Handwerk sind", so Kentzler.

So haben sich auch die drei Thüringer Handwerkskammern gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Eisenach etwas zum Tag des Handwerks einfallen lassen. Sie planen eine Oldtimer-Sternfahrt nach Eisenach und ein großes Fest auf dem Marktplatz der Wartburgstadt, bei der sich Innungsbetriebe und Handwerksunternehmen vorstellen. "Dass ohne das Handwerk nichts in unserem Land geht, das wollen wir zum Tag des Handwerks zeigen und in das öffentliche Bewusstsein bringen. Diesen festen Termin Anfang September wollen wir in den kommenden Jahre etablieren", sagt Ellen Mangold von der Handwerkskammer Südthüringen.

An den großen Erfolg des Kampagnenstarts anknüpfen

„Das Handwerk als Wirtschaftsmacht von nebenan funktioniert wie ein Gütesiegel und wenn alle Handwerker diesen Tag mitunterstützen und mitmachen, werden wir noch mehr Aufmerksamkeit erlangen“, sagt die Kampagnenbeauftragte aus Suhl. Dann könne der Tag genauso erfolgreich werden wie der Auftakt zur Imagekampagne im Januar 2010, meint der ZDH-Präsident. „Überall in Deutschland gab es unterschiedlichste Aktionen, von denen die Menschen noch Tage danach gesprochen haben. An diesen Erfolg wollen wir mit dem Tag des Handwerks anknüpfen. Wir wollen ein einzigartiges Ereignis schaffen, durch das ganz Deutschland vom Handwerk spricht – in diesem Jahr wie auch in den folgenden Jahren“, unterstreicht Kentzler.

Dafür hat der ZDH auch selbst bundesweite Aktionen geplant. Neben einer Pressekonferenz in Berlin, bei der der offizielle Startschuss für den Tag des Handwerks gegeben wird, wird auch in Zeitungen, im Radio, im Fernsehen und im Internet verstärkt für den Tag und insgesamt für die Imagekampagne geworben. Der schon bekannte TV-Spot, der zeigt, wie das Leben ohne das Handwerk aussehen würde, wird mit einem Hinweis auf den Aktionstag zu sehen sein und soll zusätzliche Aufmerksamkeit wecken.

ZDH-Präsident gibt Tipps

Um die Betriebe bei ihren Planungen zu unterstützen, haben die Kampagnenverantwortlichen einen Leitfaden mit Aktionsvorschlägen veröffentlicht. Außerdem stellen sie verschiedene Werbemittel bereit, die im Internet bestellt werden können. Ob größeres Handwerksunternehmen oder kleiner Betrieb – für jeden Bedarf und jedes Budget soll hier etwas dabei sein. "Die Beteiligung am Tag des Handwerks ist keine Frage des Budgets. Bereits mit sehr geringem Aufwand können Handwerksbetriebe Flagge zeigen und mitmachen", erklärt Kentzler. So gebe es auch kostenlose Materialien wie das Logo oder einen Countdown-Banner, die online erhältlich sind und ganz einfach in die Geschäftsausstattung oder die Internetseite eingebunden werden könnten. Auch Vorlagen für Poster und Flyer, die kostengünstig gedruckt werden können, stehen hier zur Verfügung.

"Warum nicht den Kunden am Tag des Handwerks ein besonderes Angebot bieten und dies bereits frühzeitig mit einem entsprechenden Flyer bewerben und so vielleicht sogar den Umsatz steigern?", gibt der ZDH-Präsident als Tipp. Im Werbemittelshop gebe es zudem eine Reihe kostengünstiger Werbemittel wie Papiertragetaschen, Luftballons oder Fähnchen, mit denen Betriebe ihre Zugehörigkeit zum Handwerk zeigen können. Und auch für einen Tag der offenen Tür biete sich der 3. September an. Der Tag des Handwerks ist laut Otto Kentzler eine ideale Plattform, um auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen. Dann zeigt sich, wie stark die Betriebe auch beim Marketing für "Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan." sind.

Den Leitfaden und weitere Informationen zum Tag des Handwerks und zur Imagekampagne finden Sie unter handwerk.de.