Geldanlage Auf was Sie achten sollten

Wer sich derzeit mit Geldanlagen befasst, der ist unsicher, wie und wo er investieren kann, ohne sein Erspartes zu riskieren. Auf Nummer sicher geht, wer bestimmte Regeln beherzigt.

Kunden sollten Geldanlage-Angebote von Bankberatern immer hinterfragen. Foto: dapd

Auf was Sie achten sollten

Nummer eins: In der Bank arbeiten Verkäufer. Jeder Bankberater ist zunächst einmal Verkäufer, denn die Bank lebt davon, an ihren Kunden Geld zu verdienen. Man sollte deshalb gegenüber den Angeboten misstrauisch und so vorsichtig sein, wie man es bei jedem anderen Verkäufer auch ist. Die Empfehlung sollte hinterfragt werden, ob der Tipp wirklich ein Tipp ist oder nichts als ein Verkaufstrick.

Regel Nummer zwei: Man muss sich entscheiden. Es gibt keine 100 Prozent sichere Geldanlage, die zehn Prozent Rendite abwirft und jederzeit verfügbar ist. Anleger müssen sich entscheiden, welcher der Faktoren Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit für sie entscheidend ist - und die Anlageentscheidung entsprechend ausrichten sowie die Geldanlagen gewichten. Alle drei Faktoren können Anleger mit einer Geldanlage niemals abdecken - egal, was der Berater verspricht.

Regel Nummer drei: Anleger sollten die Steuer vergessen. Wenn Geldanlagen "steueroptimiert" sind, dann lassen sich viele Anleger zu einem Kauf verlocken. Eine gute Anlage muss aber auch ohne steuerliche Erwägungen rentabel sein - ein Bonus vom Finanzamt kann immer nur das Sahnehäubchen sein. Ausschlaggebend sollten steuerliche Erwägungen für Anleger niemals sein. Dies gilt vor allem, weil Steuervorteile immer wegfallen oder geringer ausfallen können als geplant, wenn nämlich das Einkommen unerwartet sinkt.

Regel Nummer vier: Risiko senken. Die erfolgreichste Anlage ist die, mit der das allgegenwärtige Risiko der Finanzmärkte minimiert wird. Anleger selbst können das Risiko minimieren, indem sie immer einen Anteil an festverzinslichen Geldanlagen besitzen, indem sie die Anlagen möglichst breit streuen und ihr Geld immer so anlegen, dass sie nicht plötzlich Anlagen unter Druck verkaufen müssen. Die Geldanlage-Strategie sollte immer langfristig ausgerichtet werden und nicht dem kurzfristigen Erfolg geschuldet sein.

Regel Nummer fünf: Schriftlich ist alles - mündlich ist nichts. Es muss von jedem Verkaufsgespräch bei der Bank ein individuelles schriftliches Protokoll geben. In dem Protokoll sollten alle Fragen, Vorbehalte, Wünsche und natürlich die Zusagen des Beraters oder Verkäufers genau protokolliert werden. Nur so lässt sich später feststellen, welche Zusagen dem Anleger gemacht wurden und ob die auch eingehalten wurden.

dapd