Das Bundesfinanzministerium hat erstmals errechnet, was die geplante Steuerreform kosten würde. Ergebnis: Alle Steuerzahler könnten spürbar entlastet werden. Bei einer Verschiebung des gesamten Steuertarifs hätte der Fiskus 7,96 Milliarden Euro weniger.

Das kostet die Steuerreform
Eine Verschiebung des gesamten Steuertarifs um sechs Prozent in den Bereich höherer Einkommen würde dagegen lediglich 7,96 Milliarden Euro kosten.
Eine Verschiebung um sechs Prozent würde bedeuten, dass der Eingangssteuersatz von 14 Prozent nicht wie heute bei einem Jahreseinkommen von 8.005 Euro einsetzen würde, sondern erst bei 8.485 Euro. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent würde nicht bei 52.881 Euro greifen, sondern bei 56.053 Euro. Alle Steuerzahler würden spürbar entlastet. Die kalte Progression würde bekämpft, weil ein unerwünschter Effekt zumindest teilweise kompensiert würde: Selbst durch Lohnerhöhungen, die nur die Inflation ausgleichen, wachsen die Steuerzahler im progressiven Tarif in den Bereich höherer Steuersätze hinein.
dapd