Seit dem 1. Juli gilt innerhalb der EU ein einheitlicher Tarif für Handytelefonate - eine Kostenerleichterung für so manch einen Urlauber. Ein Anruf mit dem Handy kostet nun im Ausland maximal 41,6 Cent pro Minute.
Wie man bei Auslandsreisen die Mobilfunkrechnung niedrig hält
Darüber hinaus sieht es die europäische Roaming-Verordnung vor, dass Handybesitzer jederzeit zum EU-Tarif oder vom EU-Tarif zu einem alternativen Tarif wechseln können. Der Mobilfunkanbieter muss dabei nach Aussage der Bundesnetzagentur einen solchen Wechsel unentgeltlich innerhalb eines Arbeitstags nach Eingang des entsprechenden Auftrags durchführen.
Ganz allgemein gilt, je kürzer das Telefonat, desto besser. Kosten spart, wer sich aus Deutschland anrufen oder zurückrufen lässt. Da zahlt der Urlauber nur die Weiterleitung von Deutschland in das Reiseland, also maximal 13 Cent pro Minute. Der Anrufer aus Deutschland zahlt seinen regulären Inlandstarif, der je nach Anbieter variiert. Auch Guthabenkarten ausländischer Netzbetreiber machen das Telefonieren billiger, dafür darf das Telefon jedoch nicht über eine SIM-Sperre verfügen.
Um die Handykosten zu senken, ist es außerdem laut Stiftung Warentest ratsam, die Mailbox abzuschalten. Das Aufzeichnen des Anrufs ist nicht nur im Ausland bei vielen Mobilfunkanbietern teurer als im Inland, darüber hinaus kostet es meist mehr, die Mailbox im Ausland abzuhören. Zwar dürfen Anbieter mit dem neuen EU-Tarif die Weiterleitung zur Mailbox innerhalb der EU nicht mehr berechnen. Außerhalb Europas ist dies aber weiterhin kostenpflichtig.
Vorsicht ist nach Angaben von Verbraucherschützern beim mobilen Surfen im Internet geboten. Hier hängt die Gebühr oftmals von der übertragenen Datengröße ab. Ein automatisches Herunterladen von Emails kann die Handyrechnung schnell in die Höhe treiben.
Zwar sind den Anbietern bei den Preisen für die Datenübertragung nicht die Hände gebunden. Jedoch besteht mit der Roaming-Verordnung ein EU-weites monatliches Limit für die Rechnung. Falls der Nutzer keine andere Vereinbarung getroffen haben, darf der Anbieter maximal rund 60 Euro im Monat für Datenverbindungen kassieren. Ist diese Grenze erreicht, muss er die Verbindung automatisch, nach einer ersten Warnung, unterbrechen. Der Nutzer kann dann selbst entscheiden, ob er weitersurfen will.
dapd
