Türmchen für die Frauenkirche

Martin Greibke führte die Wanderschaft bis Brasilien

Martin Greibke. Foto: Grasse

Türmchen für die Frauenkirche

Eine Wiese neben einem kleinen Hotel an einer Autobahnraststätte. Die Nacht war warm, Martin Greibke jung - und um vier Uhr früh klatschnass. „Ich hatte während meiner Wanderschaft auf dieser Wiese übernachtet und dann ging auf einmal die Sprinkleranlage los“, erzählt der Steinmetz lachend. Auf Wanderschaft zu gehen, war für Greibke beinahe schon eine Notwendigkeit. In seiner Ausbildung zum Steinmetz kämpfte er mit einem cholerischen Chef und gegen die Langeweile. „Ich hatte drei Jahre lang nichts anderes zu tun, als Küchenarbeitsplatten zu schleifen und ab und zu mal einen Grabstein zu setzen“, sagt der heute 30-Jährige. „Ich wollte aber unbedingt mehr lernen, wollte sehen, wie man als Steinmetz restauriert und wie das mit der Bildhauerei funktioniert.“ Das erste Mal war Martin Greibke von 1999 bis 2002 unterwegs, dann noch einmal von 2006 bis 2008. Die Wanderschaft führte ihn bis nach Brasilien. Sein Stolz: „Bei meiner ersten Walz durfte ich einige Teile für die Türmchen der Dresdner Frauenkirche bearbeiten.“