Der Reiseveranstalter Tui Deutschland reicht die von der Bundesregierung geplante Luftverkehrssteuer und die daraus resultierenden höheren Kosten an die Kunden weiter. Für alle Buchungen seit Wochenbeginn werde ein Kostenbeitrag erhoben, der sich analog zum Gesetzesentwurf nach der Länge der Flugstrecke staffelt.
Tui reicht Luftverkehrssteuer an Kunden weiter
Dieser Beitrag liege bei 10, 28 beziehungsweise 50 Euro. Auch die Lufthansa hatte angekündigt, die Mehrbelastungen aus der Luftverkehrsabgabe an die Kunden weiterzureichen.
Der Beitrag soll ab sofort bei jeder Buchung einer Flugpauschalreise der Veranstalter Tui, 1-2-Fly, Discount Travel, airtours, Gebeco/Dr. Tigges/goXplore, Wolters Reisen und Tui Cruises automatisch hinzugerechnet und auf der Reisebestätigung gesondert ausgewiesen werden.
Der Reisekonzern sieht sich gezwungen, die aus dem Gesetzentwurf resultierenden höheren Kosten bereits jetzt an die Kunden weiterzugeben. Denn obwohl das Gesetz noch nicht rechtskräftig sei, soll die Steuer für Buchungen seit dem 1. September 2010 für alle Abflüge ab Deutschland vom 1. Januar 2011 an erhoben werden. Eine Nachbelastung wäre sehr schwierig und würde nicht alle Flüge erfassen.
Die Bundesregierung hatte den Gesetzentwurf für die Besteuerung des Luftverkehrs in der vergangenen Woche beschlossen. Demnach sollen von 2011 an für Kurzstrecken 8 Euro, für mittellange Strecken zwischen 2.500 und 6.000 Kilometer 25 Euro und für Langstrecken 45 Euro erhoben werden. Fracht-, Transit- und Privatflüge sind von der Steuer ausgenommen.
dapd