Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im Juli um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, teilt das Bundesfinanzministeriums mit.
Steuereinnahmen im Juli um 0,9 Prozent unter Vorjahresniveau
Im Zeitraum Januar bis Juli gingen die kumulierten Steuereinnahmen insgesamt (ohne reine Gemeindesteuern) ebenfalls um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, gab das Ministerium bekannt.
Die Steuereinnahmen des Bundes (nach Bundesergänzungszuweisungen) unterschritten ihr Vorjahresniveau im Juli um 5,7 Prozent – insbesondere aufgrund höherer EU-Abführungen. Das gemeinschaftliche Steueraufkommen lag im Juli laut Ministerium um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Einnahmen aus den reinen Bundessteuern verharrten mit einem Plus von 0,4 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Während die Erträge aus reinen Ländersteuern mit minus 9,4 Prozent das Vorjahresniveau deutlich unterschritten.
Lohnsteuer-Aufkommen sinkt
Das Aufkommen aus der Lohnsteuer sank im Juli um 6,5 Prozent. "Dieser Rückgang wird durch die zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Steuerentlastungen und die Anhebung der Kindergeldsätze verursacht", erklärte das Finanzministerium.
Das Körperschaftsteueraufkommen veränderte sich im Juli gegenüber dem Vorjahresniveau kaum. Im Zeitraum Januar bis Juli sei das Aufkommen um 25,6 Prozent gestiegen. "Die Gewinne der Körperschaften haben offensichtlich die Talsohle des Jahres 2009 verlassen", sagte das Finanzministerium. Das Volumen der Umsatzsteuern nahm laut Ministerium um 1,9 Prozent zu.
ddp