Fußball-Bundesliga Handwerk bringt Stadien in Top-Form

Anpfiff zu neuen Saison der Fußball-Bundesliga: Während sich die Fußballprofis auf die Bundesliga vorbereiteten, verpassten die Handwerker den Stadien den letzten Schliff. Sie bauetn neue Tribünen oder installierten Solaranlagen.

Handwerk bringt Stadien in Top-Form

Dachdecker, Betonbauer und Anlagenmechaniker – sie waren während der Sommerpause die Spielmacher in den Stadien. Zusammen mit weiteren Handwerkern haben sie in den vergangenen Wochen vollen Einsatz gezeigt.

Einige Vereine, unter anderem der VfB Stuttgart, der FC St. Pauli und Werder Bremen, haben die Sommerpause genutzt, um neben den üblichen Reparaturen hre Spielstätten auszubauen und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Handwerker in neuer Stuttgarter Arena aktiv

Künftig wird die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart Platz für mehr als 60.000 Fußballfans bieten – statt wie bisher nur für 56.000. Dazu legen die Handwerker die Tribünen tiefer und rücken sie näher ans Spielfeld. Zum ersten Heimspiel gegen Borussia Dortmund am 29. August soll die neue Untertürkheimer Kurve fertig sein. Die Cannstatter Kurve ist im nächsten Jahr an der Reihe. Insgesamt werden bei den Arbeiten 720 Tribünenfertigteile, 900 Kubikmeter Beton und 1.500 Tonnen Stahl verarbeitet.

Auch das Millerntor-Stadion von Aufsteiger FC St. Pauli in Hamburg wird vergrößert. Bis zum Saisonstart leisteten die Handwerker an der neuen Haupttribüne ganze Arbeit. Zuletzt erhielt die Außenfassade ein modernes Wärmedämmverbundsystem. Im Inneren wurden Heizungsrohre, Lüftungsschächte und Sprinkleranlagen verlegt oder neu installiert.

Bremer Weserstadion wird zum Sonnenkraftwerk

In Bremen finden am Weserstadion schon seit 2008 umfangreiche Modernisierungsarbeiten statt – unter anderem am Dach. Damit mehr Fans auch bei schlechtem Wetter einen trockenen Sitzplatz haben, soll das Dach vergößert werden. Außerdem soll das Weserstadion künftig zum Sonnenkraftwerk werden. Fassade und Dach werden mit Photovoltaik-Modulen ausgekleidet. Diese dienen der Abdichtung und der Energiegewinnung.

Damit verwirklichen die Handwerker eines der größten Solarprojekte Deutschlands. Die Photovoltaik-Module sollen eine Fläche von rund 18.000 Quadratmetern bedecken – eine Fläche so groß wie zwei Fußballfelder. 2011 soll die Anlage in Betrieb genommen werden. Jährlich soll sie circa 750.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das soll mehr als 400 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Bis dahin müssen die Handwerksbetriebe aber noch eine große logistische Herausforderung meistern. Denn der Spielbetrieb darf durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden.

Ob in Bremen, Hamburg oder Stuttgart – die Bauarbeiten in den Spielpausen sorgen dafür, dass die deutschen Stadien in Top-Form sind. Nach den Handwerkern sind nun wieder die Fußballer gefragt, Höchstleistungen zu bringen.

dhz