Bund der Steuerzahler Schuldenuhr tickt noch schneller

Die massive Neuverschuldung des Bundes wird jetzt auch öffentlich sichtbar: Der Bund der Steuerzahler stellte seine "Schuldenuhr" vom bisherigen Wert von 4.439 Euro pro Sekunde auf die neue Verschuldungsgeschwindigkeit von 4.481 Euro pro Sekunde um.

Schuldenuhr tickt noch schneller

Allein der Bund plant für 2010 eine Nettokreditaufnahme in Höhe von 85,8 Milliarden Euro und damit die höchste in der Geschichte der Bundesrepublik.

Die Gesamtverschuldung der öffentlichen Hand liegt derzeit bei geschätzt 1,667 Billionen Euro. Verbandspräsident Karl Heinz Däke warnte, zum Jahresende werde "voraussichtlich an der 1,8-Billionen-Euro-Marke gekratzt". Das sei ein alarmierendes Signal für die Politik, die dringend umsteuern müsse. Neben Subventionsabbau und die Kürzung von Personalausgaben sollte dazu auch eine fünfprozentige Reduzierung der Ausgaben aller Bundesministerien gehören, forderte Däke.

Erst vor einem Jahr hatte der Bund der Steuerzahler die sogenannte Schuldenuhr neu justiert und wegen der Neuverschuldung von Bund Länder und Kommunen plus der Ausgaben für den Finanzmarktstabilisierungsfonds den Sekundenwert von damals 474 Euro fast verzehnfacht.

ddp