Imagekampagne Mit Graffiti für das Handwerk begeistern

Für die Jugendmotive der Imagekampagne des deutschen Handwerks wurde das Designbüro Typeholics verpflichtet: Die Hamburger Kreativen, die sonst Plattencover für bekannte Künstler gestalten, zeichnen für die spezielle Optik der Jugendkampagne verantwortlich. Dabei kam viel Handwerk zum Einsatz.

Graffiti soll für das Handwerk begeistern. Foto: ZDH

Mit Graffiti für das Handwerk begeistern

Sie nennen sich Fettes Brot, K.I.Z. oder Fräulein Wunder. Hinter diesen – für Menschen jenseits der 30 manchmal befremdlichen – Namen verbergen sich Musikgruppen, die bei Jugendlichen hoch im Kurs stehen. Das Hamburger Designbüro Typeholics gestaltete für diese und viele weitere bekannte Künstler in den letzten Jahren viele Aufsehen erregende Plattencover und Konzertplakate. Vor kurzem konnten sich die Designer aber einer gänzlich neuen Aufgabe widmen: Sie gestalteten die Anzeigenmotive, mit denen die neue Imagekampagne des deutschen Handwerks gezielt Jugendliche – also die Handwerker der Zukunft – ansprechen möchte.

Die Hamburger brachten beste Voraussetzungen für die Entwicklung der neuen Motive mit: Ihre vorangegangenen Arbeiten haben immer wieder bewiesen, dass die Designer ein sicheres Gespür für den Geschmack junger Menschen haben – und sich daher gezielt an Jugendliche wenden können. Felix Schlüter, Gründer von Typeholics, sagt dazu: "Wir haben bei unserer Arbeit für Plattenfirmen und Konzertveranstalter immer versucht, eine lebendige Ästhetik zu prägen. Unsere Erfahrungen im Musikgeschäft kommen uns daher bei der Handwerkskampagne zugute."

Grundidee für die Anzeigen war es, Texte und Grafiken als übergroße Ausdrucke an verschiedenen Orten in Berlin – zum Beispiel am U-Bahnhof Alexanderplatz und in der Nähe des Velodroms – an Häuserwänden aufzukleben. Die Motive wurden dann abfotografiert. Aus den Aufnahmen entstanden dann die einzigartigen Anzeigen, die den Eindruck erwecken, es handele sich um echte Grafitti-Kunst, wie sie heute das Stadtbild prägt.

Die Motive haben dabei das moderne Handwerk nicht nur zum Thema, sondern wurden selbst erst durch eine Reihe handwerklicher Arbeitsschritte möglich. So kamen beispielsweise Siebdruck- und Collagetechniken zum Einsatz. Kurzum: Die neuen Anzeigen präsentieren authentisch die Kampagne des Handwerks und sprechen gleichzeitig gezielt Jugendliche an.

Felix Schlüter sagt über die Entstehung der Anzeigenmotive und die Arbeit an der Imagekampagne des deutschen Handwerks: "Für uns war es sehr spannend, diesen Auftrag umsetzen zu können und ein Teil dieser Kampagne zu sein."