Helmut Kohl, der Kanzler der Einheit und Ehrenbürger Europas, blickt in einem neuen Taschenbuch zurück auf die bewegenden Monate zwischen Sommer 1989 und Herbst 1990, als sich die Tür zur deutschen Wiedervereinigung einen Spalt öffnete.

Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung
Kohl erzählt in dem neu aufgelegten und mit einem neuen Vorwort des Ex-Kanzlers versehenen Band die Geschichte des Einigungsprozesses, wie er sie erlebt hat. Für die Taschenbuchausgabe wurden Kohls in mehreren Bänden erschienenen Erinnerungen gekürzt und überarbeitet.
Der "Kanzler der Einheit" schildert seine Erinnerungen an die dramatischen Monate zwischen dem Sommer 1989 und dem Herbst 1990. Kohl beginne seine Schilderungen nicht mit dem Mauerfall vom 9. November 1989, sondern mit dem Deutschlandbesuch des früheren sowjetischen Partei- und Staatschefs Michail Gorbatschow im Juni 1989 in Bonn, der für ihn eine Schlüsselbegegnung auf dem Weg zur Einheit sei, teilte der Knaur-Verlag mit. Er schließe mit seinen Erinnerungen an den 3. Oktober 1990, den Tag der Wiedervereinigung, der seither als Tag der deutschen Einheit begangen wird.
Kohl erzähle in dem Buch von seinem Vertrauensverhältnis zu US-Präsident George Bush und Gorbatschow, aber auch über Irritationen in seiner Beziehung zum französischen Staatspräsidenten François Mitterrand und über das Spannungsverhältnis zur britischen Regierungschefin Margaret Thatcher. Zudem benennt er nach Angaben des Verlages die wichtigsten Punkte seiner Deutschlandpolitik und die Bedeutung des seinerzeit heftig umstrittenen NATO-Doppelbeschlusses.
Buch-Info: Helmut Kohl: Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung. Meine Erinnerungen; Knaur Taschenbuch Verlag; 416 Seiten; ISBN: 978-3-426-78336-8; 9,95 Euro