Der Finanz- und Steuerrechtler Paul Kirchhof hält Steuersenkungen nach der Wahl für möglich. Als Voraussetzung nannte er im Bayerischen Rundfunk eine Rücknahme der Staatsaufgaben.
Kirchhof hält Steuersenkungen für möglich
"Wenn der Staat weiterhin das finanzieren will, was er bisher finanziert, muss er die Steuern erhöhen", warnte Kirchhof. Er sprach sich insbesondere für den Abbau von Subventionen aus. Dies sei für alle ein Gewinn, sagte er. 2005 war Kirchhof Finanzexperte im Wahlkampfteam der Union.
Kirchhof sprach sich außerdem für eine Reform der Finanzmärkte aus. "Der Anleger geht ja in den Markt, kauft eine Beteiligung etwa an einem anonymen Fonds und weiß überhaupt nicht, was mit der Macht seines Geldes passiert, ob dort Krankenhäuser gebaut oder Kriege geführt werden", sagte Kirchhof. Er forderte außerdem strengere Haftungsregeln auf dem Finanzmarkt.
ddp