Trotz fallender Leitzinsen KfW verteuert ihre Kredite

Trotz niedriger Leitzinsen werden auch bei der staatlichen Förderbank KfW die Kredite teurer. Die Bank habe sowohl bei den Darlehen für Unternehmen als auch bei solchen für Energiespar-Häuser Ende Juni die Zinsen erhöht, sagte eine Sprecherin der Zeitung "Die Welt".

KfW verteuert ihre Kredite

Bei der KfW seien Förderkredite für Firmen bei einer Laufzeit ab zehn Jahren um 0,2 Prozentpunkte teurer geworden. Bei den Darlehen für energieeffizientes Bauen betrage die Zinserhöhung im Schnitt 0,25 Prozentpunkte.

Die KfW begründet die höheren Zinsen dem Blatt zufolge mit gestiegenen Kosten für langfristige Finanzierungen am Kapitalmarkt. Die günstigen Mittel, die die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken zur Verfügung stelle, seien nur bei der kurzfristigen Refinanzierung eine Hilfe. Kurzfristige KfW-Kredite seien daher teilweise auch günstiger geworden.

Sowohl Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) als auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatten den Geschäftsbanken vorgeworfen, zu wenig und zu teure Kredite an Firmenkunden zu vergeben. Die KfW gehört zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern. Das Bundesfinanzministerium zeigte Verständnis für die Zinspolitik der Förderbank. "Wir können nicht in die Kreditvergabepolitik der Banken eingreifen, das gilt auch für die KfW", sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung.

ddp