Bankenrettung Bafin genehmigt HRE-Übernahmeangebot

Die Bundesfinanzaufsicht BaFin hat das Übernahmeangebot des staatlichen Rettungsfonds SoFFin für den angeschlagenen Staats- und Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Holding AG (HRE) genehmigt.

Bafin genehmigt HRE-Übernahmeangebot

Wie der SoFFin mitteilte, können die Aktionäre ihre Anteile ab sofort andienen. Die Angebotsfrist ende am 4. Mai und werde nicht verlängert.

In der vergangenen Woche hatte der SoFFin bereits angekündigt, je Aktie 1,39 Euro zahlen zu wollen. Darin enthalten ist den Angaben zufolge ein Aufschlag in Höhe von zehn Prozent auf den gesetzlichen Mindestpreis von 1,26 Euro.

Der Sprecher des SoFFin-Lenkungsausschusses, Hannes Rehm, bezeichnete das Angebot vor dem Hintergrund der Lage der Bank als "attraktiv". Zugleich bekräftigte er, dass die Bundesregierung einen 100-prozentigen "Rettungserwerb" anstrebe und so darüber hinausgehende Maßnahmen verhindern wolle. Nur mit der vollständigen Kontrolle der HRE könnten die "für die Stabilität des Finanzmarktes erforderlichen Maßnahmen rechtssicher, nachhaltig, kosteneffizient und zeitnah umgesetzt werden".

Im Zusammenhang mit der angestrebten Verstaatlichung hat die Bundesregierung bereits für insgesamt 60 Millionen Euro neue HRE-Aktien erworben und hält derzeit 8,65 Prozent des Kapitals der Bank. Die Bank gilt wegen ihrer starken Verflechtungen mit anderen Finanzinstituten als systemrelevant. Ihr Zusammenbruch hätte nach Ansicht von Experten unabsehbare Folgen für das Finanzsystem. Beim Scheitern einer Übernahme ist als letzte Möglichkeit auch die Enteignung der Aktionäre möglich.

Die HRE wird derzeit mit Hilfen in Höhe von insgesamt 102 Milliarden Euro am Leben gehalten.

ddp