Das Tölzer Land ist die Heimat des gleichnamigen Schützenmarsches, des Schmieds von Kochel, des ersten Wasserkraftwerks am Walchensee und der "Carmina Burana". Auch der weltberühmte Maler Franz Marc fand hier eine späte Heimat.
Das Tölzer Land bietet Erholung für Körper und Geist
Die traditionelle Gastronomie und die alten Wirtshäuser im Tölzer Land laden zum Verweilen ein. Im Winter, nach einer langen Schneeschuhwanderung in der Jachenau, am Ufer des Walchensees, ist eine gute Brotzeit nicht zu verachten. Oder an einem sonnigen Wintertag nach einer ausgedehnten Tour auf den gespurten Loipen in der Jachenau. Die Tölzer wissen, wie und wo man gut isst und möchten ihre Gäste daran teilhaben lassen. Die Tafernwirte, alles Traditionsbetriebe in Familienhand, sehen sich als Bewahrer dieser Tradition und haben sich dem guten Essen verschrieben. Alle Betriebe sind mit dem Umweltsiegel ausgezeichnet worden.
Das Flusstal der Isar – von der südlichen Landkreisgrenze bei Wallgau bis zum nördlich gelegenen Schäftlarn – gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften des bayerischen Alpenvorlandes. Das Land um die Isar ist die einzige großräumige Wildflusslandschaft Mitteleuropas. Die Isarauen sind wegen ihrer artenreichen Pflanzenwelt eine kostbare Fundgrube, die nicht nur zahlreiche Wanderer und Naturfreunde erfreut, sondern auch Naturwissenschaftlern immer wieder neue Beobachtungs- und Studienmöglichkeiten bietet. Da all dies im Winter nur in beschränktem Maße möglich ist, haben sich die Mönche von Benediktbeuern interessante Möglichkeiten der Naturbeobachtung einfallen lassen. In unmittelbarer Nähe des Klosters, das von einer artenreichen Moorlandschaft umgeben ist, kann man an gut getarnten Plätzen die zahlreichen Vogelarten beobachten, die im Winter die Heimat nicht verlassen haben. Auf den Wanderwegen rund ums Kloster kann man die Schönheit der Winterlandschaft am Fuß der Benediktenwand (1.801 m) und am Rand des Loisach-Kochelsee-Moores erkunden.
Ein sakrales Monument ist Benediktbeuern mit den weit ins Land zeigenden Türmen mit den welschen Hauben. Im Jahr 739 gegründet, gehört dieses Kloster zu den Grundfesten der bayerischen Kultur und ist das älteste Kloster Oberbayerns. Die Mönche des Ordens der Salesianer haben in Benediktbeuern im Jahr 1988 das Zentrum für Umwelt und Kultur gegründet und unter dem Leitsatz: „Damit Leben gelingt“ durch umfangreiche Bildungs- und Kulturangebote Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Wertschätzung und den Einsatz für das Leben zu vermitteln.
Musikinteressierte finden in Benediktbeuern ein vielfältiges Angebot an hochkarätigen Konzerten von Klassik bis Rock, von Kammermusik bis Open Air im Maierhof. Das Spektrum an interessanten Vorträgen reicht von ökologischen über religiöse Fragestellungen bis hin zu weltlichen Themen des täglichen Lebens. Derzeit wird "ein Lernweg des Glaubens“, eine Entdeckungsreise durch die Basilika St. Benedikt angeboten. Die Idee dahinter ist, dass eine Kriche mehr sein kann als ein Ort des Betens. Die Besucher werden angehalten und angeleitet, über sich, ihr Leben, über Gott und die Welt nachzudenken. Dabei geht es nicht ausschließlich um religiöse Dinge sondern um Denkanstöße für den Alltag und Hilfe bei der Bewältigung ganz eigener Probleme. In der Anbetungskapelle kann man auch die Möglichkeit nutzen, innere Einkehr zu halten.
Ein Besuch bei Franz Marc im Museum in Kochel am See, gibt die Möglichkeit, in die Farben und Formen der Malergruppe "Der blaue Reiter" einzutauchen. Doch Kultur im Tölzer Land hat noch andere Gesichter, die sich bei Konzerten, im Bauerntheater, bei Ausstellungen oder Open-Air-Konzerten zeigen. Dazu gehört auch die unverwechselbare Architektur, die sakrale Kunst, zahlreich Baudenkmäler und die bekannte Lüftlmalerei.
Der Wolf im Wappen von Wolfratshausen war nicht ausschlaggebend für die Idee, eine Husky-Tour am Isarkanal zu organisieren. Diese ausgefallene Idee bringt den Schlittenfahrern die Landschaft näher und ermöglicht einen unverbauten Blick auf die Berge.
Die schneesicheren Hochtäler an der oberen Isar sind auch ein Paradies für Langläufer. Allein in der wunderschön zwischen den Bergen gelegenen Jachenau sind für Skater und traditionelle Langläufer 35 km Loipe gespurt. Insgesamt rund 260 km Langlaufspuren nutzen die schönsten Flecken der Voralpen aus. Die Loipe zum Kloster Reutberg bietet beispielsweise die Möglichkeit zum Verschnaufen, in die Klosterwirtschaft einzukehren und anschließend die Klosterkirche zu besuchen. Wer lieber laufen möchte, kann auch um den Kirchsee wandern.
Durch die Hügel des Alpenvorlands führt auch im Winter ein dichtes und gepflegtes Wanderwege-Netz. Eine Winterwanderung über die weiten Felder oder durch die märchenhaft verschneiten Wälder gibt den Blick frei auf die weiß strahlenden Berge der Alpen. Familien mit Kindern nutzen die Schlepplifte in Walchensee und Kochel. Wer geübt ist, wagt sich auf den Herzogstand. Hier kann man Snowboarden, carven oder einfach hinunterfahren. Für Nichtskifahrer hat der Blomberg mit 5,5 km Rodelbahn und 7 km langer Skiabfahrt bis 22 Uhr geöffnet. Wer sich eine Termin im Voraus notieren will, dem sei das Käsefestival angeraten. Die besten Käsesorten aus der Region zusammen mit den dazu passenden Weinen können dann vom 12. bis 14. Juni 2009 in Bad Tölz verköstigt werden.
Weitere Informationen: Tölzer Land Tourismus, Prof.-Max-Lange-Platz 1, 83646 Bad Tölz, Telefon 08041/505206, E-Mail: info@toelzer-land.de
dhz