Der Bund der Steuerzahler in Bayern rechnet mit neuen Milliardenbelastungen für den Staat durch die Bayerische Landesbank (BayernLB).
Steuerzahlerbund erwartet weitere Milliardenschulden durch BayernLB
Zu den jetzt aufgenommenen Schulden in Höhe von zehn Milliarden Euro kämen im Laufe des Jahres sicherlich weitere hinzu, sagte der bayerische Steuerzahlerpräsident Rolf von Hohenhau. Er fügte hinzu: "Ich bin überzeugt, dass die nicht reichen." Insgesamt hafte der Freistaat mit 124 Milliarden Euro für die BayernLB. Das seien pro Bürger 10.000 Euro.
"Am Ende werden wir wohl bei einer Verschuldung auf dem Niveau von Nordrhein-Westfalen landen", prognostizierte Hohenhau. Die dortige Staatsverschuldung lag zum Jahreswechsel bei 115 Milliarden Euro. Der Freistaat hat momentan 33 Milliarden Euro an Schulden. Der Steuerzahlerpräsident bezeichnete die gegenwärtige Finanzsituation als "dramatisch".
Den Rang als Land mit der geringsten Pro-Kopf-Verschuldung habe Bayern bereits an Sachsen verloren. Hohenhau stellte deshalb am Montag die sogenannte Schuldenuhr am Gebäude des Steuerzahlerbundes um. Der Schuldenstand des Freistaats sinke nun nicht mehr pro Sekunde um sechs Euro, sondern steige in dieser Zeit um 269 Euro.
ddp