Keeper Robert Enke legt nach viermonatiger Zwangspause ein bestechendes Comeback hin. Die Bochumer Fans kämpfen für ihren ausgemusterten Kapitän Thomas Zdebel. Und das Team aus Gladbach macht eine spielerische Zeitreise ins Jahr 1912. Kolumne von Stefan Galler
Ein Hexer, die schwarze Acht und 100 Jahre Taktiktraining
Meisterbetrieb: Beliebt beim künftigen Ernährer
Ivica Olic hat in den letzten Wochen alles richtig gemacht: Nach der Bekanntgabe seines Wechsels vom HSV zum FC Bayern München, begann der kroatische Nationalspieler sogleich, sich bei den Fans seines künftigen Arbeitgebers beliebt zu machen. Im Trainingslager in La Manga nutzte er das Freundschaftsspiel gegen Bayerns neuen Hauptkonkurrenten Hoffenheim, um dessen Spielmacher Carlos Eduardo ordentlich eine auf die Nase zu geben.
Es setzte eine Verhandlung vor dem Sportgericht inklusive Sperre für das erste Bundesligaspiel – eben gegen die Münchner. Wunderbar, dürfte sich Olic gedacht haben, da kann ich wenigstens keine Tore schießen gegen den künftigen Ernährer, schließlich gehört es sich ja auch nicht, die Hand zu beißen, die einen füttert.
Im DFB-Pokal war Olic spielberechtigt – beste Chancen, gleich die nächsten Punkte beim Bayern-Anhang zu sammeln, schließlich ging es für die Hamburger gegen den TSV 1860. der Kroate bugsierte die Löwen mit drei Treffern im Alleingang aus dem Wettbewerb, an der Säbener Straße gingen die ersten Vorschläge für ein Olic-Denkmal ein.
Dass der HSV nun am Freitag die Bayern auch ohne ihn niederrang, dürfte Olic dann ebenfalls ganz gut ins Konzept passen: Dafür konnte er nämlich wegen seiner Nicht-Mitwirkung schon gleich überhaupt nichts. Bleibt die Frage, was die Bayernfans wohl sagen, wenn Olic im Sommer als Deutscher Meister in die Landeshauptstadt kommt.