In der "Liechtenstein"-Affäre hat die Staatsanwaltschaft Bochum in 450 Fällen Ermittlungsverfahren gegen Steuersünder eingeleitet. Bisher seien dadurch Steuernachzahlungen in Höhe von etwa 147 Millionen Euro an den Staat geflossen, teilte der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft, Bernd Bienioßek, mit.
"Liechtenstein"-Affäre bringt 147 Millionen Steuernachzahlungen
Ausgangspunkt der Affäre war Material zu Bankkonten von deutschen Steuersündern in Liechtenstein, das sich der Bundesnachrichtendienst (BND) beschafft hatte.
Prominentester Angeklagter ist der frühere Chef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel. Der Zumwinkel-Prozess beginnt am 22. Januar in Bochum.
In dem Verfahren geht es um die Vorwürfe der Steuerhinterziehung für die Jahre 2002 bis 2006. Eine angeklagte Tat aus dem Jahr 2001 wurde nicht zugelassen, da sie nach Ansicht der Strafkammer verjährt ist. Verantworten muss sich Zumwinkel deshalb für die Hinterziehung von rund 960.000 Euro an Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Steuerhinterziehung in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro angeklagt.
ddp