Finanzkrise USA erwägen Garantie für Bankeneinlagen und -schulden

Die USA erwägt offenbar mit einer Staatsgarantie für Bankschulden und -einlagen eine weitere Ausbreitung der Finanzmarktkrise zu verhindern. Sie würde damit einer britischen Initiative folgen.

USA erwägen Garantie für Bankeneinlagen und -schulden

Die Regierung prüfe diese Idee und spreche mit ihren britischen Partnern, sagte Regierungssprecher Tony Fratto sagte dem "Wall Street Journal".

Großbritannien will in den nächsten drei Jahren fällig werdende Bankverbindlichkeiten von bis zu 250 Milliarden Pfund (317 Milliarden Euro) garantieren. Die zwei Maßnahmen wären dem Bericht zufolge der bisher größte Staatseingriff in das US-Finanzsystem.

Vor kleinere US-Banken hatten in den vergangenen Wochen erhebliche Mittelabflüsse zu verzeichnen, weil viele Anleger davon ausgingen, dass die Regierung nur große Banken retten würde. Die Einlagensicherung verfügt nur über rund 45 Milliarden Dollar (33 Milliarden Euro), denen rund 5,2 Billionen Dollar an versicherten Einlagen gegenüberstehen. Bislang sind in den USA vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise dreizehn Banken insolvent geworden.

Für Freitag werde zudem eine Erklärung von US-Präsident George Bush erwartet, in der er versichern werde, "dass die Wirtschaftsführer sehr offensiv alles tun, um unser Finanzsystem zu stabilisieren", sagte seine Sprecherin Dana Perino. US-Offizielle bezweifelten allerdings, dass die Regierung schon am Wochenende mit konkreten Beschlüssen an die Öffentlichkeit treten werde.

Nach entsprechenden Forderungen erklärte die Regierung erneut, einen Plan zur Teilverstaatlichung der Banken ernsthaft zu prüfen. Es werde an einem für Banken freiwilligen Programm gearbeitet, um bereits bis Monatsende erste Geldhilfen verabreichen zu können. Die Regierung wolle dabei stimmrechtslose Aktien der Institute erwerben, hieß es.

ddp