Sparkassen Einlagen bei Sparkassen steigen um mehr als eine Milliarde Euro

Die deutschen Sparkassen profitieren anscheinend von der weltweiten Finanzmarktkrise. Wie die "Bild"-Zeitung vorab unter Berufung auf eine Umfrage bei mehreren großen Instituten berichtet, sind die Einlagen bei den Sparkassen seit Ende September um mehr als eine Milliarde Euro gestiegen.

Einlagen bei Sparkassen steigen um mehr als eine Milliarde Euro

Allein die Hamburger Sparkasse habe ein Plus um 500 Millionen Euro verzeichnet, sagte Firmenchef Harald Vogelsang dem Blatt. Das Geld stamme von Alt- und Neukunden. "Allein seit Montag haben wir mehr als 500 neue Kunden gewonnen", sagte Vogelsang. Besonders Sparkonten und Termineinlagen seien gefragt.

Auch die Sparkassen in anderen großen Städten verwalten dem Blatt zufolge immer mehr Geld. Bei der Sparkasse Köln stiegen die Einlagen um 355 Millionen Euro. Bei der Düsseldorfer Sparkasse beträgt das Plus innerhalb der vergangenen zwei Wochen 200 Millionen Euro. Ein Banksprecher sagte der Zeitung, damit seien die Einlagen in nur zwei Wochen so stark gestiegen wie im gesamten Jahr 2006.

Die Sparkasse München verwalte 149 Millionen Euro mehr als Ende September, die Sparkasse Frankfurt/Main 51 Millionen Euro, schrieb das Blatt. Auch die Institute Berlin und Leipzig hätten nach eigenen Angaben Zuwächse bei den Einlagen registriert.

Der Präsident des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes, Thomas Mang, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Sparkassen in Deutschland verzeichneten seit Tagen spürbare Einlagenzuwächse. Mang wertete dieses Kundenverhalten als Vertrauensbeweis und warnte vor Panik. Allerdings könne eine leichte Verteuerung der Kredite als Folge der Finanzkrise nicht ausgeschlossen werden.

ddp