Wall Street bricht ein 700-Milliarden-Dollar-Paket findet keine Mehrheit in den USA

Der staatliche Rettungsplan für die angeschlagene US-Finanzwirtschaft ist gescheitert. Im US-Repräsentantenhaus fand das von Vertretern beider Parteien und der Regierung ausgehandelte Rettungspaket in Höhe von mehr als 700 Milliarden US-Dollar keine Mehrheit.

700-Milliarden-Dollar-Paket findet keine Mehrheit in den USA

Bei der Abstimmung votierten nur 205 Abgeordnete dafür, es gab 228 Gegenstimmen. Die US-Börsen erlebten einen weiteren "Schwarzen Montag": Nachdem das Rettungspaket der Bush-Regierung für den US-Finanzsektor am Abend vom Repräsentantenhaus abgelehnt worden war, brachen die Kurse in New York massiv ein. Mit der Verkaufswelle zur Schlussauktion stürzte der Dow-Jones-Index noch einmal um gut 150 Punkte ab und schloss auf dem tiefsten Stand seit fast drei Jahren.

Der Dox-Jones-Index für 30 Industriewerte brach um 7 Prozent bzw 778 Punkte auf 10.365 ein – der nach Punkten größte Tagesverlust in der Geschichte des Index. Der Schlussstand des Dow-Jones-Index wurde erst rund 15 Minuten nach dem offiziellen Handelsende um 22 Uhr MESZ festgestellt, da zunächst noch eine Flut an Verkaufsaufträgen abgewickelt werden musste, die zur Schlussglocke eintrafen und erst nach und nach ausgeführt werden konnten.

Händler verwiesen auf die extrem pessimistische Stimmung, nachdem es die Bush-Regierung im Kongress nicht vermocht hatte, eine Mehrheit für ihren zuletzt noch etwas abgeschwächten Rettungsplan für den US-Finanzsektor sicherzustellen. Unter Politikern in Washington herrschte Ratlosigkeit, führende Politiker brachten umgehend die Neuvorlage eines überarbeiteten Entwurfs ins Gespräch.

ddp