Förderbank Kredite sind ihr Handwerk

Förderbanken vergeben zinsgünstige Darlehen für alle betrieblichen Phasen. Von Aaron Buck

Wer ein Finanzierungsvorhaben mit Hilfe von Fördermitteln realisieren möchte, sollte sich gleich zu Planungsbeginn an das Kundencenter seiner Förderbank wenden. - © Foto: LfA

Kredite sind ihr Handwerk

In trüben Konjunkturzeiten werden Finanzierungsverhandlungen für viele Betriebe schwieriger. Wegen der unsicheren Marktbedingungen passen Geschäftsbanken ihre Kreditkonditionen an. Hilfe bieten die staatlichen Förderbanken wie die LfA Förderbank Bayern mit Förderkrediten, Risikoübernahmen und neutraler Beratung. Allein 2008 hat die Bank über 2,5 Milliarden Euro an Darlehen vergeben, ein Rekordwert in ihrer Geschichte. Die zinsgünstigen Darlehen stehen für alle Phasen der Unternehmensentwicklung bereit, für Gründung, für Wachstum und gegebenenfalls auch für eine erforderliche Stabilisierung des Unternehmens. Daneben gibt es spezielle Förderkredite für Innovations- und Umweltschutzvorhaben. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei der jeweiligen Hausbank beantragt und auch über diese ausgereicht. Als Hausbank kommt jede Bank oder Sparkasse in Betracht.

Risiko wird übernommen

Wenn es Unternehmen an notwendigen Sicherheiten für den Kredit fehlt, können die Förderbanken mit Haftungsfreistellungen, Bürgschaften und Garantien einen großen Teil des Ausfallrisikos der Hausbanken übernehmen. Deren Finanzierungsbereitschaft steigt dadurch erheblich.

Um die Risikotragfähigkeit der LfA auch in einer Rezession mit höheren Ausfallrisiken zu stärken, stellt die bayerische Staatsregierung ihrer Förderbank im Rahmen des Mittelstandsschirms für 2009 und 2010 Rückbürgschaften in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Laut LfA stärkt damit der bayerische Mittelstandsschirm die Möglichkeiten der Förderbank zum Einsatz von Bürgschaften, gewährleistet die Kreditversorgung des Mittelstands und begegnet gezielt den aktuellen Liquiditätsschwierigkeiten der Betriebe.

So konnte die LfA ihr Angebot an Bürgschaften bis zu fünf Millionen Euro für die Finanzierung von Betriebsmitteln erweitern. Dazu wurden die Vergabevoraussetzungen erleichtert und der maximale Bürgschaftssatz von 50 auf 80 Prozent angehoben. Neu ist auch die Übernahme von Rettungsbürgschaften bei Betrieben in Notlagen. Zudem kann die Förderbank nach eigenen Angaben mit der aktuell verbesserten Risikotragfähigkeit im Rücken auch ihr bestehendes Angebot an Investitionsbürgschaften verstärkt einsetzen, um gerade in schwierigen Zeiten bei nötigen Modernisierungsvorhaben zu helfen. Handwerker, die ihre Finanzierungsvorhaben mit Hilfe von Fördermitteln auf stabile Beine stellen wollen, sollten sich vorab an das Kundencenter ihrer Förderbank wenden. Dort kann jeder Unternehmer abklären, ob er Fördermittel erhalten kann, welche Finanzierungshilfe am besten zum Vorhaben passt und wie die Förderkonditionen aussehen.

Alles aus einer Hand

Die LfA beispielsweise bindet auch Mittel des Bundesförderinstituts KfW in ihre Angebote ein – wenn möglich, erhält der Unternehmer Bundes- und Landesmittel bei der LfA aus einer Hand. Zum Abschluss bekommen Interessenten einen schriftlichen Überblick mit den Ergebnissen der Beratung und einen Leitfaden zum Bankengespräch. Damit kann der Unternehmer den notwendigen Gang zur Hausbank optimal vorbereiten und seine Zusagechancen dort verbessern sich.

Das LfA Kundencenter in München berät kostenfrei und neutral, Telefon 01801/212424 (Ortstarif)