Zinserträge müssen versteuert werden. Das ärgert viele Anleger, die ihr Geld am liebsten in sichere Zinspapiere stecken. Es gibt allerdings einen – völlig legalen – Trick, wie man sein Geld sicher anlegen und trotzdem Steuern sparen kann.
Auf Zinsen verzichten und Steuern sparen
Wer die fälligen Steuern auf Zinserträge vermeiden will, sollte nach Meinung von Experten der Zeitschrift "Finanztest" auf Papiere setzen, die nur wenig Zinsen bringen und ihre Erträge stattdessen vor allem aus steuerfreien Kursgewinnen erzielen. Dafür eigneten sich vor allem niedrig verzinste Bundesanleihen und Pfandbriefe sowie wenig riskante steueroptimierte Rentenfonds.
Die Renditen niedrig verzinster Anleihen nach Abzug der Steuern lägen derzeit zwischen 3,0 und 3,7 Prozent. Um mit einem banküblichen Festzinsprodukt (Festgeld, Festzinssparbuch, Sparbrief) dieselbe Nachsteuerrendite zu erzielen, müsste die Verzinsung dem Bericht zufolge zwischen 4,1 und 5,0 Prozent liegen. So viel brächten allenfalls die absoluten Spitzenangebote, die zudem oft nur übers Internet angeboten werden. Die meisten Banken vor Ort bieten weniger. Weiterer Nachteil: Das Geld liege bei den Bankprodukten über die gesamte Laufzeit fest. Anleihen und Fonds könnten dagegen jederzeit verkauft werden.
Wegen der bevorstehenden Abgeltungssteuer funktioniere das Modell allerdings nur noch bei Papieren, die 2008 gekauft werden und dann mindestens ein Jahr im Depot liegen. Außerdem, so die "Finanztest"-Experten, sollte daran gedacht werden, dass beim Kauf niedrig verzinster Anleihen Gebühren anfallen, die die Rendite schmälern können.
pc/ddp