Finanzkrise BayernLB: Bayerns Sparkassen wollen Risikoschirm mittragen

Bayerns Sparkassen sind offenbar bereit, sich an der Abschirmung von Milliarden-Risiken bei der Bayerischen Landesbank zu beteiligen.

BayernLB: Bayerns Sparkassen wollen Risikoschirm mittragen

"Ich gehe davon aus, dass eine Risikoabschirmung unter den Sparkassen eine Mehrheit finden wird", sagte Siegfried Naser, Präsident des Bayerischen Sparkassenverbandes, dem "Münchner Merkur". Die BayernLB erwägt, von weiteren Kurskorrekturen bedrohte Anlagepapiere im Volumen von 24 Milliarden Euro in eine Zweckgesellschaft auszugliedern und gegen Ausfallrisiken von bis zu sechs Milliarden Euro abzuschirmen.

"Wir installieren jetzt nochmal eine Sonderhaftung in einer Zweckgesellschaft, damit die Verwerfungen an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die BayernLB nicht jeden Tag diskutiert werden müssen", sagte Naser. "Mit dieser Lösung wollen wir Ruhe in den Markt bringen." Nach seinen Worten erweitern die Sparkassen, denen die Landesbank zur Hälfte gehört, ihre Haftungspflichten dadurch kaum, "weil wir als Eigentümer für die Wertpapiere so oder so gerade stehen – egal ob sie in der Bilanz erfasst oder in eine Zweckgesellschaft ausgelagert werden".

"Das ist wie eine Bürgschaft und ob die fällig wird, wird erstmals nach sechs Jahren entschieden, wenn Bilanz gezogen wird", sagte der Verbandschef. Er rechne derzeit nicht damit, dass es soweit kommt: "Wir gehen davon aus, dass sich die Irrationalitäten an den Finanzmärkten bis dahin aufgelöst haben und es auch zu Strukturveränderungen im Landesbankensektor kommt", sagte Naser.

ddp