Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat Änderungen am Regierungsentwurf zur Reform der Erbschaftsteuer angemahnt. Er fordert den Verzicht auf die Lohnsummenregelung.
Seehofer fordert Verzicht auf Lohnsummenregelung
"Das schreit geradezu nach Steuergestaltung durch die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, und wir sollten ja nicht den Ehrgeiz haben, ein Konjunkturprogramm für Steuerberater zu machen", betont Seehofer im ARD-Politmagazin "Report Mainz". Der Minister äußerte die Befürchtung, dass die Regelung in Unternehmen zu einer Ausgliederung von Personal führen könnte.
Eine Voraussetzung für die steuerbegünstigte Unternehmensnachfolge ist laut Gesetzentwurf, dass die jährliche Lohnsumme im Unternehmen in zehn Jahren nicht unter 70 Prozent sinkt. Grundlage dafür ist der Durchschnitt aus den letzten fünf Jahren vor dem Erbfall. Die Lohnsumme umfasst Löhne, Gehälter und andere Bezüge von überwiegend oder ausschließlich in dem Betrieb Beschäftigten.
ddp
