Was Österreich für Deutsche so anziehend macht
Größere Gelassenheit und Fürsorgepflicht
Österreicher sind die besseren Unternehmer. Das jedenfalls hat die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) in einer Studie herausgefunden. Demnach führen die Firmenchefs im Nachbarland ihre Mitarbeiter geschickter, entwickeln clevere Serviceideen, haben eine jüngere Führungsmannschaft und beschäftigen mehr Frauen in Führungspositionen.
Kein Wunder, dass Österreich auf deutsche Arbeitnehmer eine hohe Anziehungskraft ausübt, zumal keine Sprachbarriere besteht. In den vergangenen drei Jahren sind jeweils zwischen 9.000 und 10.000 Deutsche in Österreich zugezogen. Damit stellen die Deutschen die stärkste Zuwanderungsgruppe in der Alpenrepublik, geht aus dem Wanderungssaldo der österreichischen Bundesanstalt für Statistik hervor.
Was macht den Unterschied zwischen deutschen und österreichischen Chefs aus? In der Alpenrepublik herrsche im Umgang mit Mitarbeitern eine größere Gelassenheit und Fürsorgepflicht der Firmenchefs, heißt es in der DGQ-Studie. So würden die dortigen Unternehmen zwar nicht immer auf dem schnellsten Weg zum Erfolg gelangen, aber die Mittelständler würden sich dadurch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern: Sie haben engagierte Mitarbeiter.
Laut Studie arbeiten in Österreich die Angestellten und Arbeiter im Vergleich zu ihren deutschen Kollegen selbstständiger, verfügen über umfassendere Informationen, werden intensiver gefördert, häufiger nach ihrer Meinung gefragt und sind stärker in alle Belange des Unternehmens involviert. dhz