Trendmetropole Istanbul – eine Stadt im Fluss der Zeit. Von Christine Heilmannseder

Osmanische Köstlichkeiten am Bosporus
Byzanz, Konstantinopolis, Istanbul sind nur einige der vielen Namen, die die Stadt am Bosporus im Laufe ihrer fast 3.000-jährigen Geschichte bekommen hat. Die 15-Millionen-Metropole, an der Meerenge zwischen Europa und Asien gelegen, beheimatete in ihrer langjährigen Geschichte unterschiedliche Völker, Religionen und Kulturen. Bei ihrer Gründung durch Byzas aus Megara erhielt die Stadt den Namen Byzantion und entwickelte sich dank der günstigen Lage am Goldenen Horn zu einem bedeutenden Handelszentrum. Mit der Eroberung der Römer entstanden mächtige Tempel, prachtvolle Paläste, Zisternen und Stadtmauern. Damit begann das goldene Zeitalter Konstantinopels. Die zur Zeit Kaiser Justinians erbaute Hagia Sophia – erst Kirche, dann Moschee, heute Museum – wurde zum Vorbild aller anderen Kirchen der Welt.
Eine Wende in der Geschichte brachte die Eroberung Konstantinopels: Die 500-jährige osmanische Herrschaft veränderte die Stadt vom Lebensstil bis zur Kunst und Architektur. Großartige Paläste, mächtige Moscheen und hunderte prachtvoller Brunnen bereicherten das bunte Bild der neuen Hauptstadt des Osmanischen Reiches.
Auch im Kochtopf der türkischen Küche verschmelzen viele Kulturen, denn die Entwicklung der türkischen Kochkunst ist eng mit der Geschichte und Ausbreitung des Osmanischen Reiches verknüpft. So hat beispielsweise der Türkei-Spezialist Öger Tours seit kurzem auch ein Istanbul-Gourmet-Paket im Programm. So können Gäste an zwei Tagen die opulente und vielfältige türkische Küche kennenlernen. Abgesehen von der klassischen Bootsfahrt mit Abendessen (eventuell im luxuriösen „Feriye Lokantasi“ direkt am Bosporus gelegen) sollte man sich einen Besuch im „Darülziyafe“ nicht entgehen lassen. Die ehemalige Armenküche gehört zum Komplex der Süleymaniye-Moschee, diente später auch als Festsaal des Reiches und gilt heute als sehr gutes, aber alkoholfreies Restaurant. Wer möchte, kann sogar in einem Kochkurs selbst eine türkische Spezialität zubereiten. Ein besonderes Erlebnis ist auch ein Besuch eines „Ocakbasi-Restaurants“, denn hier können die Teilnehmer am offenen Kohleherd sitzend selbst ihr eigenes Kebab grillen.
Aus gutem Grund sind bei einer Gourmet-Reise besonders in Istanbul längere Verdauungsspaziergänge empfehlenswert, denn die 15-Millionen-Stadt hat nicht nur etwa 2.000 Moscheen und viele bekannte Sehenswürdigkeiten, sondern natürlich auch eine zwar teilweise ruinöse, aber sehr hübsche Altstadt mit vielen erhaltenswerten, reizenden Holzhäusern. Und natürlich muss noch ausreichend Zeit bleiben für den ägyptischen oder Gewürzbasar, wo die geheimnisvollen Düfte des Orients die Gäste nur allzu leicht verführen.
Kataloge und weitere Informationen in jedem Reisebüro oder bei Öger Tours unter 01805/351035 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz); oeger.de