Sechs Jahre nach der Euro-Einführung ist die Zahl der Befürworter der Gemeinschaftswährung auf 36 Prozent gesunken. Das ergab eine Umfrage der Dresdner Bank.
Euro verliert bei Deutschen an Rückhalt
2004 habe die Zahl der Befürworter noch bei 42,6 Prozent gelegen. Zudem würden Dreiviertel der Verbraucher immer noch in D-Mark umrechnen. Während es vor drei Jahren im Westen prozentual deutlich mehr Euro-Fans als im Osten gab, sei dies Ende 2007 umgekehrt, teilte die Bank weiter mit. Besonders euroskeptisch seien Frauen. Auffallend hoch sei die Euro-Ablehnung auch bei Anhängern von politischen Randparteien und Nichtwählern.
"Das Ergebnis könnte ein Hinweis darauf sein, dass angesichts der aktuell hohen Teuerungsraten die Diskussion vom Euro=Teuro wieder durchschlägt", sagte Rolf Schneider, Leiter Volkswirtschaft der Dresdner Bank. Dabei sei es eher umgekehrt, denn der hohe Euro-Kurs wirke bei Importen aus dem Dollarraum und insbesondere bei den Energiekosten derzeit sogar preisdämpfend.
Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag der Dresdner Bank in der vergangenen Woche 1.300 Personen zur Akzeptanz des Euro in Deutschland befragt. Anlass war die Ausgabe der ersten Euro-Starterkits vor sechs Jahren.
ddp