Versicherungs-Check bei Autos Kfz-Versicherung: Wenig Bewegung bei Regional- und Typklassen

Pünktlich zum Herbst wird es Zeit, die Kfz-Versicherung zu überprüfen. Die Einstufungen bei den Kfz-Versicherungen bleiben weitgehend gleich. Änderungen gibt es bei einem Modell und einer Region.

Bis zum 30. November ist noch Zeit, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Es gibt nur leichte Veränderungen bei den Regional- und Typklassen. - © Foto: PhotoSG/fotolia

Im Herbst wird es Zeit, die Kfz-Versicherung auf den Prüfstand zu stellen. Bis Ende November kann noch gewechselt werden. Bei den Regional- und Typklassen, nach denen die Versicherer die Tarife berechnen, ändert sich jedoch für die meisten Autobesitzer nichts. Für 74 Prozent bleibt die Einstufung gleich.

Golf VII wird günstiger


Zwölf Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge werden sogar in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Für ihre Halter sinkt in der Regel die Versicherungsprämie. Wer die Diesel-Variante des VW Golf VII fährt, kann sich besonders freuen. Dieses Modell wird gleich um drei Klassen niedriger eingestuft als in diesem Jahr. Dagegen geht es für den Toyota GT 86 und den Renault Captur mit 66-kW-Benzinmotor gleich um vier Klassen nach oben, wie aus der Typklassenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

Je niedriger die Einstufung in der Typklasse, desto günstiger wirkt sich dies auf den Versicherungsbeitrag aus. Zur Berechnung der Typklassen werden die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Wurden mit einem Fahrzeugtyp vergleichsweise weniger Schäden gemeldet und entschädigt, wird das Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Umgekehrt funktioniert es genauso.

Tübingen wird teurer

Zweites Tarifmerkmal neben den Typklassen sind die Regionalklassen. Hier gibt es ebenso wenig Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Besonders niedrige Einstufungen gibt es nach wie vor in den Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Am meisten zahlen Autofahrer in den Großstädten und in Bayern.

Deutlich hochgestuft wurden laut GDV einige Zulassungsbezirke im Raum Tübingen in der Vollkaskoversicherung. Grund dafür sind hohe Fahrzeugschäden, die durch Sturm und Hagel im vergangenen Jahr verursacht wurden.

Die Regionalklasse spiegelt die Schadensbilanz einer Region wider. Dabei spielt bei der Haftpflichtversicherung das Fahrverhalten der Autofahrer eines Zulassungsbezirkes eine wichtige Rolle. Berücksichtigt wird laut GDV die Anzahl der von ihnen verursachten Schäden, bezogen auf die Anzahl der dort zugelassenen Fahrzeuge und die durchschnittliche Schadenshöhe. In der Kaskoversicherung würden örtliche Besonderheiten wie Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagelschäden oder Wildunfälle berücksichtigt.