Die Tankstellen in Deutschland werden weniger. Das ist das Ergebnis einer vor kurzem durchgeführten Umfrage. Beherrscht wird der Markt indes von zwei Kraftstoff-Riesen.

Das Tankstellennetz in Deutschland schrumpft langsam, aber stetig. Gegenwärtig versorgen 14.622 Stationen die Autofahrer mit Benzin und Diesel – und damit 56 weniger als noch vor einem Jahr. Das hat die regelmäßige Tankstellen-Umfrage des Hamburger Energie-Informationsdienstes (EID) ergeben.
Danach hat der Marktführer Aral mit 2.381 Tankstellen und einem Anteil von 21,5 Prozent am Absatz seine Position gefestigt, vor Shell mit 2.044 Stationen und rund 20 Prozent Marktanteil. Die Wettbewerber Jet, Total und Esso folgen mit deutlichem Abstand.
Einstellige Cent-Beträge bleiben hängen
Bei den Erträgen seien die Tankstellen mit Brutto-Margen von 10,5 Cent je Liter bei Superbenzin und 10,3 Cent bei Diesel "gut zurechtgekommen", heißt es beim EID. Damit bleiben bei den Unternehmen im Kraftstoffgeschäft ein bis zwei Cent je Liter vor Steuern hängen.
Im europäischen Vergleich seien die deutschen Brutto-Margen eher im unteren Bereich anzusiedeln, wobei allerdings auch die Kosten in den verschiedenen Ländern unterschiedlich sind. So liegen zum Beispiel die Brutto-Margen in Norwegen doppelt so hoch wie in Deutschland, das Land ist aber auch logistisch sehr viel schwieriger zu versorgen. dhz/dpa