Oldtimer könnte in Brasilien weiter produziert werden Hoffnung für den Bulli

Ende des Jahres soll in Brasilien die Produktion des beliebten VW Bulli eingestellt werden. Doch jetzt erwägt das südamerikanische Land, die für Januar geplante Einführung der Airbag- und ABS-Pflicht für Neuwagen zu verschieben. Ist das die Rettung für den Bulli?

Als blau-weiße "Last Edition" wird der legendäre Bulli von VW in Brasilien gebaut. Ende 2013 soll die Produktion aber eingestellt werden. - © Foto: VW Nutzfahrzeuge

Brasiliens Finanzminister Guido Mantega hat den geplanten vorläufigen Verzicht auf die Airbag- und ABS-Pflicht bestätigt. Als Grund nannte er die zu erwartende Preissteigerung für Pkw. Von einer Verschiebung könnte möglicherweise auch das geplante Ende der seit 56 Jahren ununterbrochen laufenden Produktion des VW Bulli in Brasilien betroffen sein. Ein Volkswagen-Sprecher wollte dies auf Anfrage aber nicht kommentieren.

Die Fertigung des nur noch in Brasilien gebauten legendären VW-Transporters soll Ende 2013 auslaufen, weil der Bulli die neuen Regeln nicht erfüllt. Derzeit rollt die "Last Edition" des in Südamerika als Kombi bekannten Bullis vom Band.

Mantega hatte in dieser Woche gesagt, die neuen Regeln würden den Neuwagen-Preis um bis zu 1.500 Reais (rund 500 Euro) anheben. "Möglicherweise werden wir das Inkrafttreten der neuen Regeln verschieben." Allerdings sei das noch nicht beschlossen. dpa