Schneehöhe: Knapp zwei Meter. Temperatur: Minus 15 Grad Celsius. Dazu bläst ein eisiger Wind übers Timmelsjoch. In den Tiroler Alpen auf 2500 Meter Höhe hat Mercedes-Benz Vans erstmals den neuen Sprinter mit Allradantrieb präsentiert.
Der neue Sprinter 4x4 ist laut Daimler unter den großen Transportern das einzige Allradfahrzeug, das ab Werk mit ESP geliefert wird. Der Allradantrieb lässt sich per Tastendruck zuschalten, dann verteilt sich die Antriebskraft im Verhältnis von 35:65 auf Vorder- und Hinterachse. Für den nötigen Grip sorgt die Elektronische Traktionsregelung 4ETS. Dosiertes Gas geben und Steuern genügt, alles andere übernimmt die Technik.
Auf Wunsch verfügt der neue Allrad-Transporter über ein zusätzliches Untersetzungsgetriebe, was ihn in schwierigem Terrain noch traktionssicherer macht. Drückt der Fahrer die Low Range-Taste, verkürzt sich die Übersetzung um den Faktor 1,42, also um 42 Prozent. Entsprechend steigt die Zugkraft. Eine weitere Option im Sprinter 4x4 ist die neue Downhill Speed Regulation (DSR). Sie stellt sicher, dass bei Bergabfahrt eine vorgewählte Geschwindigkeit konstant gehalten wird.
Nutzlast sinkt um 120 kg
Der Sprinter 4x4 ist zwar kein Offroader, aber die vorn um 110 mm und hinten um 80 mm angehobene Karosserie weist auf typisch geländegängige Eigenschaften hin. Je nach Motorisierung liegt die Steigfähigkeit um etwa 20 Prozent höher als beim konventionell angetriebenen Sprinter.
Das Mehrgewicht des Allradantriebs im Sprinter 4x4 beträgt je nach Ausführung rund 120 kg, wodurch die Nutzlast nur minimal beeinträchtigt wird. Auch der Kraftstoffverbrauch beträgt nur 0,4 bis 0,8 l/100 km mehr als beim heckgetriebenen Sprinter.
Der neue Sprinter 4x4 tritt mit einer neuen Motorenpalette nach der künftigen Abgasstufe Euro VI an. Dazu gehören zwei Vierzylinder-Dieselmotoren mit 2,15 l Hubraum und 95 kW (129 PS) oder 120 kW (163 PS). Als dritte Motorisierungsvariante wird ein Sechszylinder-Dieselmotor (3,0 l Hubraum) mit 140 kW (190 PS) angeboten.
Assistenzsysteme sorgen im Spriner 4x4 für Sicherheit. Dazu zählen wie der Abstandswarner, der Totwinkel-, Fernlicht- oder Spurhalte-Assistent sorgen für Sicherheit. Der Seitenwind-Assistent soll im kommenden Jahr folgen.
