Sparbücher bringen nur magere Zinsen und Aktien sind vielen zu riskant. Aber wie wäre es mit einem Oldtimer als Vermögensanlage? Im fünfstelligen Bereich geht schon was. Auf der kommenden Messe "Essen Motor Show" im Ruhrgebiet präsentieren sich die Stars im vollen Glanz.

Die als Tuning-Messe bekannte "Essen Motor Show" zeigt in diesem Jahr wieder millionenteure Oldtimer bekannter Marken wie Porsche, Mercedes oder Maserati. Oldtimer gesuchter Marken brächten in Zeiten niedriger Zinsen zwar keine Reichtümer, aber einen stabilen Wertzuwachs, der nach Langzeitstudien des Autoverbandes VDA "im Schnitt zwischen 5 und 7 Prozent jährlich liege", betont Stefan Eck von der Ausstellungsfirma Siha am Dienstag in Essen. Die Messe findet vom 30. November bis 8. Dezember in den Essener Messehallen statt. Schon jetzt werden rund 340.000 Besucher erwartet.
Versichert mit bis zu 30 Millionen Euro
Spitzenfahrzeuge im Verkaufsangebot sind etwa ein Mercedes Cabriolet aus den 30er Jahren für knapp zwei Millionen Euro und ein historisches Horch-Cabrio in etwa derselben Preisklasse. Die über 250 Sammlerautos bei der Messe seien mit zusammen rund 30 Millionen Euro versichert, sagte Eck. Die Versicherungssumme ist ein Anhaltspunkt für den Wert der Autos.
Neben den sehr teueren und spektakulären Spitzenfahrzeugen spiele sich ein Großteil des Hobbys im Bereich fünfstelliger Preise ab. Die Durchschnitts-Versicherungssumme beträgt laut Angaben von Eck 16.000 Euro pro Klassiker. Auf der Messe könne man etwa auch VW Golfs der ersten Generation für um die 5.000 Euro erwerben. Für VW-Busse des Urtyps T 1 müssen "Bulli"-Liebhaber dagegen bereits rund 50.000 Euro auf den Tisch blättern. Oldtimer mit dem Spezial-Kennzeichen "H" müssen mindestens dreißig Jahre alt sein.
Ohrenbetäubender Flammenwerfer
Die "Essen Motor Show" zeigt alljährlich Sportwagen, Oldtimer, getunte Fahrzeuge und sportliche Versionen von Serienautos sowie Tuning-Zubehör. Eine besondere Attraktion ist in diesem Jahr ein historisches Experimentalfahrzeug mit einem 46-Liter-Flugzeugmotor von BMW in einem Rennwagenchassis aus dem Jahr 1907. Aus dem Auspuff des Wagens schlagen beim Betrieb Flammen, der Klang ist ohrenbetäubend, der Verbrauch wird nur pro PS angegeben - bei 550 bis 750 PS liegt er vorsichtig gerechnet zwischen 150 und 200 Litern Benzin in der Stunde. dhz/dpa