Opel gibt Gas in England. Auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke auf der Insel setzen zwei Opel-Astra insgesamt achtzehn neue Bestmarken. Für den Autobauer ist es der Weltrekordversuch für dieselmotorige Serien-Pkw bis zwei Liter Hubraum. Allerdings sind die Belastungen für Fahrer und Autos extrem.
Im beschaulichen englischen Millbrook geht es heiß her. Insgesamt konnte das Testteam von Opel und seiner Schwestermarke Vauxhall zwölf Weltrekorde und sechs britische Langstreckenrekorde einfahren. Der 24-Stunden-Dauerlauf fand vom Vorbereiten der Fahrzeuge bis zum Zieleinlauf unter Aufsicht der Sportbehörden statt. Die erzielten Ergebnisse müssen nun noch vom Automobilverband FIA offiziell bestätigt werden.
Am 5. Oktober 2013 um Punkt 16.00 Uhr sind die beiden Astra 2.0 CDTI auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Millbrook gestartet. Die englische Stadt passt zu Rennfahrten. Sie liegt bei Milton Keynes und ist umgeben von Formel-1-Rennställen sowie von der Autostadt Birmingham. Neun Journalisten teilten sich mit drei Opel/Vauxhall-Spezialisten die Autos. Als Mannschaftskapitän hat sich Volker Strycek, Director Opel Performance Cars & Motorsport, hervorgehoben.
Kombination aus Leistung und Wirtschaftlichkeit
Der ehemalige Tourenwagenprofi und Rennleiter hat sich am Ende des 24-Stunden-Marathons mit seinem Team über die 18 neuen Bestmarken gefreut: "Die beiden Astra haben unter diesen Vollgasbedingungen absolut überzeugt. Die Kombination aus Leistung und Wirtschaftlichkeit hat die Bestzeiten ermöglicht. Zudem haben die Autos keinen Tropfen Öl verbraucht."
Reifenpartner in Millbrook ist Michelin gewesen, der mit dem Modell Pilot Super Sport aus der Astra-Erstausrüstung angetreten ist. Zuvor haben die französischen Spezialisten im Labor sowie bei einem Test im Sommer die Haltbarkeit in der Steilwand überprüft. "Einen Reifenwechsel haben wir lediglich vorgenommen, um absolut auf der sicheren Seite zu sein, da die Belastungen im Testoval eben extrem sind", erläutert Strycek weiter.
Opel-Astra 2Für die Boxenstopps hat Strycek vier seiner Mechaniker mit nach England gebracht, die beide Astra wie bei einem 24-Stunden-Rennen in Le Mans oder auf dem Nürburgring professionell betreut haben. Ihnen ist wesentlich die extrem kurze Gesamtstandzeit von nur 22 Minuten zu verdanken.
Astra wird auf die Probe gestellt
"Dieser Test ist ein Beweis für die Standfestigkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit unseres Astra unter Extrembedingungen", freut sich Duncan Aldred, verantwortlich für den Opel-Vertrieb und Chef von Vauxhall. "Manchmal legen wir zu viel Wert auf die letzte kleine Verbesserung beim Handling oder der Beschleunigung von null auf hundert", erzählt Aldred weiter. Laut Aldred sei für die meisten Kunden Zuverlässigkeit und ein unproblematischer Umgang mit dem Auto viel wesentlicher. Diese Tugenden seien von beiden Astra beim Langstreckentest unter Beweis gestellt worden, heißt es abschließend von Opel. dhz

