Tipps zur Wechselsaison Nur richtig gelagerte Reifen bleiben fit

Die Winterreifensaison steht vor der Tür. Demnächst ist es also Zeit für einen Reifenwechsel, um sicher durch die Saison zu fahren. Doch wie und wo sollten die demontierten Sommerreifen am besten gelagert werden?

Sommerreifen sollten trocken, sauber und gut gelüftet gelagert werden. Außerdem empfiehlt es sich, montierte Reifen nicht zu stellen, sondern zu hängen oder zu stapeln. - © Foto: DEKRA

Wer die Räder beim Autohaus oder Reifenfachhändler einlagern lässt, kann sich in der Regel darauf verlassen, dass sie unter guten Bedingungen überwintern. Bei der Lagerung zu Hause sind allerdings einige Dinge zu beachten.

Zunächst gilt es, die Reifen gründlich zu reinigen und auf Beschädigungen zu überprüfen. "Auch kleine Steine oder andere Fremdkörper, die in den Profilrillen steckengeblieben sind, sollten entfernt werden", erläutert Christian Koch, Reifenexperte der DEKRA .

Es empfiehlt sich, die Reifen mit Kreide zu markieren, um die Positionen der einzelnen Räder am Fahrzeug später wieder zuordnen zu können. Beispielsweise kann der Reifen mit "VL" für vorne links beschriftet werden. Vor dem Einlagern ist es außerdem ratsam, Profiltiefe und Alter der Reifen zu checken. "Sommerreifen, die unter drei Millimeter Profil haben, sollten Sie im nächsten Jahr nicht wieder aufziehen und deshalb möglicherweise gar nicht erst einlagern", sagt Koch.

Trockene und gut belüftete Lagerung

Dasselbe gilt für Reifen, die älter sind als sechs Jahre. Das Reifenalter lässt sich über die DOT-Nummer auf der Reifenflanke erkennen: Hier sind die Kalenderwoche und das Jahr verzeichnet, in denen der Reifen hergestellt wurde. Für den richtigen Lagerplatz gibt es eine Reihe von Empfehlungen. "Grundsätzlich sollten Reifen an einem Ort aufbewahrt werden, der sauber, möglichst dunkel, trocken und gut belüftet ist. Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung oder chemische Substanzen wie Benzin, Öl oder Lösungsmittel können den Reifen in seinen Eigenschaften stark beeinträchtigen.“, so der Reifensachverständige.

"Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung oder chemische Substanzen wie Benzin, Öl oder Lösungsmittel können den Reifen in seinen Eigenschaften stark beeinträchtigen." Dasselbe gilt für Hitze oder extreme Kälte. Möglichst nicht unter dem Gefrierpunkt und nicht über +25°C – das ist der Temperaturkorridor, den der Experte empfiehlt. Auf Felgen montierte Reifen sollten zur Einlagerung nicht auf die Lauffläche gestellt werden. "Wenn sie mehrere Monate unbewegt stehen, kann das Eigengewicht des Rades zu Verformungen führen. Besser ist es, die Räder entweder zu stapeln oder an entsprechenden Vorrichtungen aufzuhängen", erläutert Koch.

Für Reifen ohne Felge gelten diese Tipps übrigens nicht. Sie sollten nicht gehängt oder gestapelt, sondern auf die Lauffläche gestellt und möglichst alle vier Wochen gedreht werden. Wer Reifen in der Garage oder im Keller aufbewahrt, sollte darauf achten, dass sie genügend Abstand zu Fahrrädern, Rasenmähern oder anderen Gartengeräten haben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Reifen beim Bewegen der Geräte beschädigt werden. "Auch Ozon schadet den Reifen. Deshalb sollten sie nicht in der Nähe von Elektromotoren oder anderen Geräten lagern, die Ozon erzeugen können", so der DEKRA Reifenexperte abschließend. dhz