Audis und BMWs sind am Beliebtesten – zumindest bei Dieben. Doch insgesamt ist die Zahl der Autodiebstähle 2012 gesunken, im Vergleich zu 2002 fast um die Hälfte. Am gefährlichsten leben Autobesitzer nach wie vor in Berlin.

Nicht Neuwagen oder junge Gebrauchte, sondern Pkw im Alter von vier bis sieben Jahren sind bei Autodieben am beliebtesten. Das geht aus der jüngsten Statistik des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für das Jahr 2012 hervor. Demnach verschwanden in dieser Altersklasse bundesweit 6.622 Autos, bei den bis zu drei Jahre alten Autos verzeichnet der Verband 4.847 entwendete Fahrzeuge.
Mit Blick auf die Modelle liegt der BMW X6 Xdrive 40D an der Spitze des Rankings, am zweithäufigsten griffen sich Langfinger das M3 Coupé. Auf je 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge wurden - statistisch gesehen - 26,6 beziehungsweise 19,7 Exemplare gestohlen. Der Lexus RX350 belegt den dritten Platz (15,4). Nach Marken betrachtet hatten das größte Diebstahlrisiko je 1.000 kaskoversicherter Fahrzeuge Autos von BMW vor Audis und Porsches. Bei den absoluten Zahlen liegt VW mit 5.771 entwendeten Autos vorn.
Saarland am sichersten
Die Liste der Bundesländer wird wie im Vorjahr von Berlin angeführt, wo je 1.000 kaskoversicherter Fahrzeuge im vergangenen Jahr 3,2 Autos abhandenkamen (2011: 3,6). Es folgen Hamburg mit einem Wert von 1,7 (2011: 2,1) und Brandenburg, wo Diebe sich laut Statistik 1,5 Autos griffen (2011: 1,7).
Am sichersten vor Dieben sind Halter im Saarland mit 0,2 gestohlenen Autos (2011: 0,2), obwohl dort die Zahl der Autodiebstähle im vergangenen Jahr um 30 Prozent gestiegen ist. Auch in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es ein ebenso geringes Diebstahlrisiko wie im Saarland.
Diebstähle kosten Versicherer mehr als 240 Millionen
Insgesamt wurden 2012 mit 18.063 Autos laut GDV acht Prozent weniger Autos gestohlen als 2011 (19.658) – mit einer Klaurate von 0,5. Für das Jahr 2002 weist die GDV-Statistik noch 34.775 bundesweit entwendete Autos aus – also fast doppelt so viel.
Die deutschen Kraftfahrtversicherer zahlten im vergangenen Jahr 242,4 Millionen Euro an ihre Versicherten für gestohlene Fahrzeuge. Im Vergleich zu 2002 ist dies aber nur ein Rückgang um rund 19 Prozent. Der Grund: Die durchschnittliche Entschädigung pro gestohlenes Auto ist in den letzten Jahren immer weiter angestiegen – aktuell liegt sie bei 13.421 Euro. dhz/dpa