65. Internationale Automobil Ausstellung in Frankfurt Das sind die Trends der IAA

Als "automobilste Show der Welt" präsentiert sich die 65. Internationale Automobil Ausstellung (IAA) vom 12. bis 22. September in Frankfurt. Nahezu 1.100 Aussteller aus 35 Ländern zeigen 159 Weltpremieren – 70 davon sind neue Autos, den Rest steuern die Zulieferer bei.

Ulrich Steudel

Das BMW 4er Coupé soll den 3er ablösen. - © Hersteller

Ein wahres Kraftpaket feiert auf dem Stand von Volkswagen seine Weltpremiere. Der neue VW Golf R sprintet in nur 4,9 Sekunden von null auf hundert, angetrieben von einem 300 PS starken TSI-Benzinmotor. Ende des Jahres soll der neue Golf R dann beim Händler stehen, wahlweise mit Handschaltung oder mit automatischem Doppelkupplungsgetriebe (DSG).

Auf viele Pferdestärken setzt auch Opel. 325 PS machen den neuen Insignia OPC zum leistungsstärksten Fahrzeug unter den Opel-Modellen. Elek­tronisch abgeregelt schafft der OPC immer noch locker eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Konkurrenz bei Kompakt-SUV

Mercedes-Benz bringt einen neuen SUV an den Start. Mit dem GLA auf Basis der neuen A-Klasse will Daimler in der Kompaktklasse Marktanteile gewinnen im Wettbewerb mit dem Audi Q3 und dem BWM X1. Als erster Mercedes SUV verfügt der GLA über ein Allradsystem, bei dem die Antriebsmomente je nach Bedarf automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verschoben werden. Das macht den GLA tatsächlich geländetauglich.

Mit dem Mercedes-Benz GLA steigt Daimler in die SUV-Kompaktklasse ein. - © Hersteller
Mercedes-Benz-GLA

Einen neuen SUV hat auch Nissan angekündigt. Allerdings wollen die Japaner bis zur IAA die Spannung hochhalten und haben über ihre Weltpremiere noch nicht viel preisgegeben. Dem Vernehmen nach soll es sich um den neuen X-Trial handeln, der sich oberhalb des äußerst erfolgreichen Qashqai in die Modellpalette einreihen soll.

Neues Vertriebskonzept bei BMW i

Großes Interesse dürfte bei seiner Weltpremiere der BMW 4er Coupé auf sich ziehen. Die neue Modellreihe soll das 3er Coupé ablösen und künftig auch als Cabrio zu haben sein. Schon im Vorfeld für viel Gesprächsstoff sorgte der BMW i3. Das erste rein elektrisch betriebene Serienfahrzeug der neuen Marke BMW i sorgte schon im Vorfeld wegen der Vermarktungsstrategie des Herstellers für viel Gesprächsstoff.

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Der Fiat 500L Living bietet bis zu sieben Personen Platz. - © Hersteller
Fiat 500L-Living

Der Fiat 500 zählt zu den beliebtesten Kleinwagen. Auf der IAA zeigen die Italiener, dass es auch größer geht. In den Fiat 500L Living passen bis zu sieben Personen, womit das Auto zur Familienlimousine wächst. Zeitgleich mit der Messe präsentieren auch die deutschen Fiat-Händler das Fahrzeug. Ein anderer Klassiker unter den Fiat-Kleinwagen feiert gerade seinen 30. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt Fiat das Sondermodell Panda 4x4 Antartica, in dem der Fahrer dank aufwändiger Radaufhängungen mit einer Verbundlenker-Hinterachse und McPherson-Federbeinen vorne bequem ins Gelände kutschieren kann.

Mit dem Hyundai i10 erlebt ein weitere Kleinwagen eine Neuauflage. Die zweite Generation des i10 basiert auf einer neuen Plattform mit einem um fünf Millimeter längeren Radstand. Im Innenraum bietet sich laut Hersteller dadurch mehr Beinfreiheit und Ladekapazität. Zudem ließe sich das Auto präziser steuern.

Weite Anreise aus Japan

Ein fabrikneuer Mazda 3 ist direkt vom japanischen Werk zur IAA gefahren worden. - © Hersteller
Mazda3

Ab Mitte Oktober wird der neue Mazda 3 in Deutschland angeboten. Die dritte Generation des Mazda-Bestsellers wird bei ihrer Europapremiere als Schrägheck und Limousine zu sehen sein. Eines der gezeigten Modelle hat schon 15.000 Kilometer auf dem Tacho, denn es gehört zu jenen acht fabrikneuen Fahrzeugen, die Anfang August im Werk Hiroshima quer durch Russland, Weißrussland und Polen gerollt sind.

Nur wenige Tage vor der Markteinführung in Deutschland stellt sich der neue Peugeot 308 in Frankfurt erstmals dem Publikum. Die Franzosen haben beim Generationswechsel ihren Kompaktwagen um 140 kg abgespeckt und damit sparsamer gemacht, ohne Kompromisse beim Raumangebot für die Insassen, wie der Hersteller betont.