Was ist es, wenn mehr als 225 Elektroautos gleichzeitig am selben Ort, zur selben Zeit die gleiche Strecke zurücklegen? Ein Weltrekordversuch. In Norwegens Hauptstadt Oslo soll es morgen so weit sein.

Mit dem Elektroauto ins Guinness-Buch der Rekorde: In Oslo sollen so viele Fahrer von Elektrofahrzeugen zusammenkommen wie niemals zuvor. Die Electric Vehicle Union (EVU) und die Norwegian EV (Electric Vehicle) Association haben zum Weltrekordversuch am 31. August 2013 in die inoffizielle Hauptstadt der Elektromobilität eingeladen. Damit soll Norwegens Position als Markt für Elektrofahrzeuge untermauert werden.
Mehr als 225 Elektrofahrzeuge müssen sich am gleichen Platz und zur gleichen Zeit zu einer gemeinsamen Ausfahrt treffen – dann ist der bisherige Weltrekord geknackt. Und die Organisatoren gehen fest davon aus, dass das klappt. Die Veranstaltung startet außerhalb Oslos in Maridalen und endet am Rathaus der norwegischen Hauptstadt.
Voraussetzung für den Weltrekord ist, dass alle Fahrzeuge über eine fünf Kilometer lange Etappe der Tour gleichzeitig in Bewegung sind. Überwacht wird der Versuch von zwei mit Kameras ausgestatteten Flug-Drohnen.
Norwegen führend bei Elektroautos
Im Zuge des Weltrekordversuchs hat die Stadtverwaltung von Oslo weitere 1.000 Elektrofahrzeuge bestellt und wird so die bestehende städtische E-Flotte über die nächsten drei Jahre massiv ausbauen. Norwegen ist mit 10.000 verkauften Elektroautos 2012 und 2,9 Prozent Anteil bei den Neufahrzeugen weltweit führend bei der Null-Emissions-Mobilität. Das Land verfügt bereits heute über ein Netz von 3.500 Ladestationen, darunter 100 Schnellladestationen.
Norwegische Fahrer von Elektrofahrzeugen profitieren von einer ganzen Reihe weiterer Vorteile: Beim Kauf ihres EVs werden sie von der Steuer befreit, sie können in der Stadt kostenlos parken und die Busspuren nutzen.
Der Autohersteller Nissan will außerdem einen zweiten Weltrekord-Versuch starten: Am 1. Januar 2015 will das Unternehmen die Marke von einer Milliarde rein elektrisch gefahrener Kilometer erreichen. Die in Oslo absolvierten Strecken fließen in die Berechnung ein. dhz