Markttransparenzstelle vor dem Start Ende August müssen Tankstellen ihre Preise online melden

Wer beim Tanken Geld sparen will, kann bald die Preise in Echtzeit über Navis und Apps abrufen und vergleichen. Das Bundeskartellamt hat den Weg frei gemacht für die neue Markttransparenzstelle. Die gesetzliche Meldepflicht der Spritpreise soll ab dem 31. August greifen. Doch auch schon jetzt gibt es Vergleichsmöglichkeiten.

Autofahrer in Deutschland können bald über Handys und Navigationsgeräte die Spritpreise der Tankstellen in Deutschland abfragen. - © Foto: Gerhard Seybert/Fotolia

Die neue Meldestelle für Spritpreise soll bald ihren Betrieb aufnehmen. Das Bundeskartellamt kündigte am Dienstag an, dass am 31. August die gesetzliche Meldepflicht für Preisdaten an die sogenannte Markttransparenzstelle greifen werde. Autofahrer in Deutschland können dann über Handys und Navigationsgeräte in Echtzeit die Spritpreise der Tankstellen in Deutschland abfragen.

So seien nun die Voraussetzungen erfüllt, da seit Mitte August 13.000 Tankstellen erfasst und drei Anbieter von Verbraucherinformationsdiensten zugelassen seien. Zu welchem Zeitpunkt genau die Verbraucher die Dienste nutzen können, ist noch unklar. Das Gesamtsystem wird nun getestet. Noch im Sommer werde der Startschuss für die Preismeldestelle fallen.

Auf Aktualität der Daten achten

Doch auch schon jetzt können Autofahrer Treibstoffpreise mit Apps wie von Clever-tanken.de oder Mehr-tanken.de vergleichen, die es für Android, iOS und Windows Phone gibt. Auch T-Online ist mit der TankenApp vertreten. Doch unter Umständen können die Daten veraltet sein, wenn der Autofahrer an der Zapfsäule ankommt, da die Spritpreise stets in Bewegung sind. Worauf User bei der Abfrage derzeit noch besonders achten sollten, ist die Aktualität der Angaben.

Trotzdem sind die Spritspar-Apps jetzt bereits nützlich, um zumindest Anhaltspunkte für Preisunterschiede zwischen den Tankstellen in der Umgebung zu bekommen. Dazu geben Nutzer Spritsorte und Suchradius an. Mit Start des neuen Meldesystems sollen die Daten topaktuell sein, so das Versprechen. Bislang stammen die Preisangaben, auf die Apps zurückgreifen, zum überwiegenden Teil von anderen Nutzern. dhz/dpa