Der Fördertopf für die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern ist leer. Laut Angaben des KfZ-Gewerbes (ZDK) sind die im Rahmen des staatlichen Förderprogramms bereitgestellten 30 Millionen Euro nun aufgebraucht. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wird das Antragsportal im Internet in Kürze schließen.

Bereits sechs Monate vor der zeitlich gesetzten Frist bis Ende 2013 seien die Fördermittel in Höhe von 30 Millionen Euro aufgebraucht. Weitere Mittel werden laut Aussagen des Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministeriums nicht bereitgestellt.
Damit habe sich das Programm als voller Erfolg erwiesen, so ein ZDK-Sprecher. Die Kfz-Innungsbetriebe hätten die Chance genutzt, ihre Kunden von der Nachhaltigkeit des Umrüstens für die Umwelt und den Werterhalt des Fahrzeugs zu überzeugen.
Auch wenn es kein Geld mehr vom Staat gibt, sollten umweltbewusste Autofahrer laut ZDK die Investition in einen Partikelfilter auch ohne Förderung nicht scheuen. Die Kosten der Nachrüstung liegen je nach Fahrzeug zwischen zirka 650 und zirka 1.500 Euro inklusive Einbau. Ein Partikelfilter kann in allen Werkstätten nachträglich eingebaut werden, die berechtigt sind, Abgasuntersuchungen (AU) durchzuführen.
Nach einjähriger Pause hat der Bund sein Förderprogramm für den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern in Diesel-Pkw und -Kleintransportern (bis 3,5 Tonnen) zum 1. Januar 2012 wieder aufgenommen. Für 2012 und 2013 haben jeweils 30 Millionen Euro zur Verfügung gestanden. 2012 haben Antragsteller einen Zuschuss von 330 Euro erhalten. Laut Bafa sind über 152.000 Beihilfen beantragt worden. 2013 ist der Beitrag auf 260 Euro gesunken. dhz/ZDK