EU-Strafzettel Verkehrssünden werden bald europaweit geahndet

Zu schnell gefahren oder die rote Ampel übersehen? Auch im Ausland könnte das zukünftig teurer werden. Der Bundestag hat eine Regelung verabschiedet, die den europäischen Datenaustausch bei Verkehrsdelikten verbessern soll. Das EU-Gesetz muss bis zum 7. November in den Mitgliedsstaaten in Kraft sein.

Verkehrsverstöße werden bald grenzüberschreitend verfolgt. Die Behörden wollen besser zusammenarbeiten. - © Foto: Alberich/Fotolia

Autofahrer müssen damit rechnen, dass Verkehrsverstöße im Ausland bald grenzübergreifend geahndet werden. Die seit 2010 möglichen "EU-Strafzettel" sollen mehr Durchschlagskraft bekommen und Verkehrssünder auch wirklich europaweit gefunden und bestraft werden.

Mehr Datenaustausch

So sollen ausländische Behörden beim Kraftfahrtbundesamt als "nationaler Kontaktstelle" Daten zum Fahrzeughalter elektronisch abfragen können. Damit können sie Informationsschreiben verschicken, das den Verstoß nennt und die Geldbuße einfordert. Es muss auf Deutsch verfasst sein.

Der Bundestag hat sich am frühen Freitagmorgen auf diese Regelung geeinigt, die den europäischen Datenaustausch bei Delikten wie Tempo-Verstößen oder dem Überfahren roter Ampeln verbessern soll. Das entsprechende EU-Gesetz muss bis zum Stichtag 7. November in den Mitgliedsstaaten in Kraft sein. dpa