Im vergangenen Jahr sind deutlich weniger Unfälle mit Motorrädern passiert als 2011. Für die gerade eröffnete Zweiradsaison ist nun von allen Verkehrsteilnehmern besondere Aufmerksamkeit gefragt, damit 2013 die Zahl der Unfälle weiter zurückgeht.

Die Zweiradsaison hat begonnen und viele Biker schwingen sich nach knapp einem halben Jahr Pause wieder auf ihr Motorrad. Doch nicht nur sie müssen sich wieder an ihr Gefährt gewöhnen, auch Autofahrer haben über den langen Winter kaum noch Motorräder im Straßenverkehr gesehen. Das birgt die Gefahr von Zusammenstößen.
Die Unfallstatistik des vergangenen Jahres weist eine erfreuliche Tendenz auf. Von Januar bis November 2012 sind 27.618 und damit 8,5 Prozent weniger Motorradfahrer verunglückt, als im Vergleichszeitraum 2011. Die Entwicklung bei den Mofafahrern weist in dieselbe Richtung. Dort gab es 5,6 Prozent weniger Unfälle als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer ist im vergangenen Jahr um 17,2 Prozent auf 581 zurückgegangen. Für die positive Entwicklung ist laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat vor allem der lange Winter 2012 ausschlaggebend.
Mehr tödliche Unfälle bei über 65-Jährigen
Von der guten Bilanz der ersten elf Monate 2012 ausgenommen ist allerdings die Gruppe der über 65-Jährigen. In dieser Altersklasse starben bei Verkehrsunfällen insgesamt 44 Biker. Das sind 25,7 Prozent mehr als noch 2011. Bei den Mofa- und Mopedfahrern fiel der Anstieg mit plus 29,4 Prozent auf 88 Tote noch stärker aus.
Der DVR führt die Entwicklung unter anderem auf Witterungsbedingungen und die demografische Entwicklung zurück. "Ein wichtiger Erklärungsfaktor für die Zunahme an tödlichen Unfällen bei über 65-Jährigen ist aber auch, dass es immer mehr Ältere gibt, die nach längeren Pausen die Lust am Fahren wiederentdecken und unter Umständen ihre Fähigkeiten überschätzen", sagte ein Sprecher des DVR.
Um Unfällen vorzubeugen rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat Motorradfahrern, Schutzkleider in hellen Kontrastfarben zu tragen. Gleichzeitig ruft er Autofahrer dazu auf, vor allem beim Abbiegen oder bei Wendemanövern besonders aufmerksam zu sein. dhz/dpa