Stauanalyse Zu viel Verkehr

Für Berufspendler ist es nichts Neues. Staus und Verkehrs-Chaos in Großstädten gehören für sie zu ständigen Begleitern. Ob hierzulande oder woanders auf der Welt – Geduld müssen alle Verkehrsteilnehmer mitbringen.

Ob in deutschen Großstädten oder anderen Metropolen. Geduld muss von allen Verkehrsteilnehmern weltweit aufgebracht werden. - © Foto: Alexandra Gl/fotolia

Die Stuttgarter haben es nicht leicht: Wer in Stuttgart tagsüber mit dem Auto unterwegs ist, muss durchschnittlich 33 Prozent mehr Zeit einrechnen, als in der Nacht bei freien Straßen. Damit ist die Hauptstadt Baden-Württembergs gleichzeitig die deutsche Stau-Metropole Nummer eins. Das geht aus Zahlen hervor, die der Navigationsgerätehersteller TomTom anhand Verkehrsdaten mehrerer Millionen Navi-Nutzer in 160 Städten weltweit erhoben hat.

Auch in Hamburg kommen Autofahrer zu Verkehrszeiten nicht schnell voran. Im Schnitt 32 Prozent mehr Zeit muss man dort zusätzlich einplanen. Auf Platz drei der deutschen Stau-Städte liegt Berlin (28 Prozent), gefolgt von Köln (26 Prozent) und München (24 Prozent).

Verkehrs-Chaos in Moskau

Doch die Geduld, die Verkehrsteilnehmer hierzulande aufbringen müssen, wirkt im Vergleich mit Moskau gering. In der russischen Hauptstadt brauchen Autofahrer im Mittel zwei Drittel länger um ans Ziel zu kommen, als nachts, wenn die Straßen leer sind. Noch mehr Zeit müssen Moskauer während des Berufsverkehrs in der Früh einplanen: Dann nämlich brauchen sie 106 Prozent länger, also doppelt so viel Zeit.

Auf Platz zwei der Staumetropolen weltweit folgt Istanbul (55 Prozent) und dahinter Warschau (42 Prozent), Marseille (40 Prozent) und Palermo (39 Prozent). In Deutschland wurden nach Angaben von TomTom der Verkehr in den zehn größten und bedeutendsten Städten analysiert. dhz/dpa