Die besten Carsharing-Angebote gibt es in Karlsruhe und Düsseldorf, gefolgt von München, Stuttgart und Berlin. Das hat der Bundesverband CarSharing in Berlin ermittelt. Unter die Lupe genommen wurden die Angebote in 37 Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern sortiert nach Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohner.
Im Bundesverband sind laut dessen Angaben derzeit 109 Anbieter von etwa 140 bekannten Betreibern organisiert. Zwei Drittel aller Nutzer von Carsharing-Angeboten seien zwischen 30 und 50 Jahre alt. Laut Verbandschef Willi Loose wächst "zurzeit die Zahl unserer Nutzer um jährlich 20 Prozent".
Das erste Carsharing-Angebot ist 1988 in Berlin an den Start gegangen. Ein Jahr zuvor hat es in der Schweiz begonnen. In den Folgejahren sind in vielen deutschen Städten Carsharing-Angebote ins Leben gerufen worden.
In einer Studie hat der Bundesverband nun erstmals die Angebote in den deutschen Städten analysiert:
Demnach sind die besten Carsharing-Angebote in Karlsruhe, Düsseldorf, München und Stuttgart. Berlin ist auf Platz 5 von 37 gelisteten Städten. Seit der zweiten Hälfte der 90er-Jahre hat sich das deutsche CarSharing "vom Öko-Projekt" zur professionellen Mobilitätsdienstleistung gewandelt.
Elektrofahrzeuge in Ihre Flotten noch zu teuer
Deshalb wird Carsharing bei der kommenden Europäischen Mobilitätswoche als Partner mit einbezogen: Vom 16. bis 22. September werden europaweit wieder über 2.200 Städte ganz im Zeichen der Europäischen Mobilitätswoche stehen. "Moving in the right direction!" so lautet das Motto der diesjährigen Mobilitätskampagne.
Willi Loose: "Die Einstellung junger urbaner Menschen ändert sich. Ihre Statussymbole sind eher moderne Kommunikationsmittel, nicht mehr das eigene Fahrzeug, deshalb sind sie dem Autoteilen gegenüber positiv eingestellt. Hier liegt also ein großes Potenzial. Zurzeit wächst die Zahl unserer Nutzer um jährlich 20 Prozent."
Außerdem würden die Carsharing-Anbieter gerne mehr Elektrofahrzeuge in Ihre Flotten aufnehmen, so Loose. Noch seien diese jedoch zu teuer, um sie in die regulären Tarife zu integrieren, doch das werde sich im Laufe der Zeit vermutlich ändern. dapd/rh
