Ein geringer Kraftstoffverbrauch ist laut einer Forsa-Umfrage das wichtigste Kriterium beim Kauf eines Autos. Auf politischer Bühne streiten sich Bund und Länder derweil um die so genannte Benzinpreisbremse.
Ulrich Steudel
Die von der Bundesregierung geplante Meldepflicht für Kraftstoffpreise geht den Ländern nicht weit genug. Im Bundesrat kritisierten sie den Gesetzentwurf. Die Verpflichtung der neuen Markttransparenzstelle zur Beobachtung des Kraftstoffhandels sei lediglich ein erster Schritt. Die Länder dringen darauf, eine Regelung in das Gesetz aufzunehmen, nach der die gemeldeten Preise ab einem bestimmten Zeitpunkt des Folgetages für 24 Stunden ihre Gültigkeit behalten müssen. Noch geprüft werden müsse, ob es für kleine und mittlere freier Tankstellen Ausnahmen von der Meldepflicht geben soll, um sie im Wettbewerb mit den großen Mineralölgesellschaften nicht weiter zu schwächen.
Schmerzgrenze bei Kraftstoffpreisen noch nicht erreicht
Bei der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) haben 53 Prozent der Befragten den Kraftstoffverbrauch als „sehr wichtig“ und 41 Prozent als „wichtig“ beim Kauf eines Autos angegeben. Allerdings scheint die persönliche Schmerzgrenze offenbar noch nicht erreicht zu sein. Knapp jeder zweite Befragte würde mehr als 1,70 Euro pro Liter Benzin zahlen. Bei zehn Prozent der Autofahrer liegt die Schmerzgrenze zwischen 1,70 und 1,80 Euro, bei weiteren 24 Prozent zwischen 1,80 und zwei Euro. Für elf Prozent der Autofahrer sind auch zwei Euro und mehr akzeptabel.
