Tag der Verkehrssicherheit Die Gefahr für Kinder lauert im Auto der Eltern

Der 16. Juni 2012 steht ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. Bundesweit organisieren Städte und Gemeinden, Vereine, Unternehmen und soziale Einrichtungen zahlreiche Aktionen zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr.

Wer seine Kinder im Auto richtig sichert, senkt deren Verletzungsrisiko erheblich. - © Britax-Römer

Die Palette der Veranstaltungen am „Tag der Verkehrssicherheit“ reicht vom Tag der offenen Tür in der Fahrschule oder Werkstatt über Aktionen im Einkaufscenter bis hin zentralen Veranstaltungen in einer Kommune.

So lädt beim „Bayerische Landestag der Verkehrssicherheit“ in Rosenheim ein buntes Programm mit Gurtschlitten, Überschlag- und Aufprallsimulator zum Mitmachen und Erleben ein. Ein Polizeihubschraubersimulator, eine Kletterwand sowie Bergungs- und Rettungsvorführungen von Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz runden das attraktive Angebot ab.

Viele Kindergärten und Schulen haben im Vorfeld Thementage veranstaltet, um die Kinder zu mehr Aufmerksamkeit beim Spielen in Straßennähe oder beim Überqueren von Fahrbahnen zu animieren.

Denn Kinder sind die Schwächsten unter den Verkehrsteilnehmern. Allerdings gibt es auch hier Vorurteile, worauf der ADAC aufmerksam macht. „Wenn von verletzten Kindern im Straßenverkehr die Rede ist, haben die meisten Menschen das Bild im Kopf, wie ein Kind blindlings einem Ball hinterherläuft und auf der Straße von einem Auto erfasst wird“, so der Verkehrsclub. Tatsächlich sei es aber so, dass die meisten Kinder im Auto ihrer Eltern verletzt werden. Im vergangenen Jahr waren dies laut ADAC 57 Prozent aller Unfallopfer unter sechs Jahren – in absoluten Zahlen: 10.340.

Zum Tag der Verkehrssicherheit ruft der ADAC deshalb alle Eltern dazu auf, die Vorschriften bei der Kindersicherung gewissenhaft zu beachten. Denn ungesicherte Kinder hätten ein siebenfach höheres Risiko, schwer verletzt oder getötet zu werden als gesicherte Kinder. ste