Der VW Amarok hat offenbar die Herzen der Europäer erobert. Zwei Jahre nach der Markteinführung soll der Pick-up neben der Fertigung in Argentinien nun auch im Stammwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover gebaut werden.
Die neu errichtete Fertigungslinie wurde am 3. Mai eröffnet, ab Ende Juni soll die Serienproduktion anlaufen. 40.000 Amarok sollen ab diesem Zeitpunkt jährlich in Niedersachsen vom Band laufen – an jedem Werktag 185 Exemplare für den europäischen und afrikanischen Markt. Das argentinische Werk in Pacheco wird dann schwerpunktmäßig die stark wachsenden Märkte in Süd- und Nordamerika beliefern.
In Hannover sind seit 1956 fünf Generationen des VW-Busses gebaut worden, insgesamt 8,5 Millionen Transporter, Caravelle, Multivan und California. Zusätzlich verließen rund eine Million LT, Taro, MAN-G-Lkw und in den 1970er Jahren einige zehntausend Käfer das Werk, in dem seit 2009 auch die lackierte Karosse des Porsche Panamera gefertigt wird.
Für die Einrichtung der Amarok-Produktion wurden laut VW umfangreiche Flächen der Halle 2 saniert, wo von 1975 bis 2006 der LT gebaut wurde. Außerdem musste der Amarok in die bestehende Lackiererei und den Karosseriebau integriert und eine neue Montagelinie aufgebaut werden. Mit dem Produktionsstart soll sich die Verfügbarkeit und Lieferzeit des Amarok für europäische Kunden verbessern. „Davon erhoffen wir uns eine deutliche Belebung des Absatzes“, sagte Wolfgang Schreiber, Sprecher des Markenvorstandes von VW Nutzfahrzeuge.
