Der Crafter kann nun auch abseits der Straße vollen Einsatz bringen. Ausgerüstet mit einem Achleitner-Allradantrieb, ist der größte unter den VW-Transportern jetzt so geländegängig wie ein waschechter Geländewagen.
Die Nachfrage nach geländetauglichen Transportern sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, erklärt VW. Nach dem T5, bei dem mittlerweile elf Prozent der Neufahrzeuge mit Allradantrieb ausgestattet sind, dem Caddy (sechs Prozent) und dem Amarok wird nun auch der Crafter für Offroad-Einsätze fit gemacht. Um jedoch den hohen zu bewegenden Massen eines Crafters im extremen Gelände Rechnung zu tragen, kommt das Achleitner Allradsystem mit einer Geländeuntersetzung von 1:2,5 zum Einsatz. Es definiert sich über eine permanente, gleichmäßige (50:50) Kraftverteilung an beide Achsen mit serienmäßiger Differenzialsperre im Verteilergetriebe und an der Hinterachse. Optional lasse sich auch eine Sperre für die Vorderachse ordern.
Wenn alle Sperren aktiviert sind, kann ein Rad bis zu 100 Prozent des Antriebsmomentes übertragen. Ein Ausgleich der unterschiedlichen Momente im Antriebsstrang findet nicht mehr statt. Schlupf entsteht nur noch an der schwächsten Stelle: zwischen Reifenprofil und Untergrund.
Umfangreich sind die Veränderungen, die die Firma Achleitner an der einzelradaufgehängten Vorder- und starren Hinterachse vorgenommen hat. Verstärkte Federn mit mehr Weg, härtere Stoßdämpfer und geänderte Stabilisatoren sind nur ein Teil der Modifizierungen. Abhängig von der gewählten Bereifung (für Offroad oder Straße) ergibt sich ein Höherlegung von rund zehn Zentimetern.
Als Motorisierung steht ausschließlich das leistungsstärkste Crafter-Aggregat mit 120 kW (163 PS) zur Verfügung. Der auch aus dem Amarok und Transporter bekannte 2.0-Liter-Biturbo entwickelt schon bei 1.800 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von stattlichen 400 Nm. Genug Kraft, um im Bedarfsfall per Knopfdruck im untersetzten ersten Gang im schwersten Gelände mit voller Beladung – egal ob als 3,5- oder 5,0-Tonner – anzufahren und weiterzukommen.
Der Aufpreis gegenüber einem Modell mit Heckantrieb beläuft sich laut VW auf rund 19.950 Euro (netto). dhz
