Pilotprojekt bei der Ausbildung von Kfz-Mechatronikern Lehrlinge werden an Oldtimertechnik geschult

Das "Pilotprojekt Oldtimer" bei der Ausbildung von Kfz-Mechatronikern kommt in die Gänge. Der erste überbetriebliche Lehrgang für 13 Lehrlinge beginnt demnächst am Berufsbildungszentrum des Handwerks Soest.

© Pro Motor

In dem einwöchigen Kurs werden praktische Inhalte rund um historische Fahrzeuge vermittelt. Insgesamt sind im Rahmen der Zusatzausbildung drei überbetriebliche Lehrgänge vorgesehen. Die entsprechenden Ausbildungsinhalte wurden in Unterweisungsplänen fixiert, die der Oldtimer-Fachbeirat  erarbeitet hat.

Im er sten Lehrgang steil werden Motormechanik, Zündung und Elektrik thematisiert. Im Bereich "Motormechanik" lernen die Auszubildenden, einen Motor zu zerlegen, den Zustand der Verschleißteile festzu stellen, Steuerzeiten einzu stellen und den Kompressionsdruck zu prüfen. Um Batteriezündanlagen und die Prüfung der Bauteile geht es im Bereich "Zündung". Der dritte Teil umfasst die "Elektrik" – vom Lesen der Schaltpläne über das Prüfen von Sicherungen und Relais bis hin zum Messen mit einem Multimesser.

Beim zweiten überbetrieblichen Lehrgang im zweiten Ausbildungsjahr sollen praktische Kenntnisse in den Bereichen Kraftstoffförderung, Vergaser sowie Otto- und Diesel-Einspritzsy steme vermittelt werden. Der dritte Lehrgang wird noch erarbeitet.

"Ziel des dreijährigen Pilotprojektes ist es, künftige Mitarbeiter für die fachgerechte Restaurierung und Reparatur der historischen Fahrzeuge zu sensibilisieren und zu qualifizieren", sagte ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK).

Zum Abschluss der Ausbildung legen die Azubis die Gesellenprüfung Teil 1 und Teil 2 nach Vorgaben der Prüfungsbedingungen der Ausbildungsverordnung sowie eine theoretische und praktische Zertifikatsprüfung ab. Wer es schafft, darf sich "Kfz-Mechatroniker für Old- und Youngtimertechnik" nennen.

Noch handelt es sich bei der überbetrieblichen Ausbildung um ein Pilotprojekt, das vor allem in Nordrhein-Westfalen vorangetrieben wird. Bewährt sich die Zusatzausbildung, könnte sie in ganz Deutschland eingeführt werden, teilte der ZDK mit. ste