Bei Winterdepressionen hilft die Vorfreude auf Sonnenschein und auf die kommende Cabrio-Saison. Viele Neuheiten locken mit Kopffreiheit, allerdings müssen die Frischluftfans meist tief in die Tasche greifen: Bis auf wenige Ausnahmen sind die Newcomer 2012 in den oberen Preisligen angesiedelt.

Zu den bezahlbaren Neuheiten gehört der Mini Roadster, der als erster offener Zweisitzer von Mini ab sofort dem Mini Cabrio zur Seite gestellt wird. Der agile Flitzer basiert optisch wie technisch auf dem Mini Coupé, ist 20 Millimeter niedriger als das Cabrio und verfügt über ein ganzjahrestaugliches Textilverdeck. Drei 1,6-Liter-Benziner mit 90 kW, 135 kW und 155 kW (122 PS, 184 PS und 210 PS) sowie ein Zweiliter-Diesel mit 105 kW/143 PS stehen für die offenen Ausfahrten bereit. Die Preise liegen bei 22.600 Euro für den Mini Cooper Roadster, 26.750 Euro für den offenen Cooper S und 31.900 Euro für die Topversion John Cooper Works. Der Cooper SD kostet mindestens 27.750 Euro.
Premium-Roadster von Mazda
Mazda hat seinen Bestseller MX-5 in diesem Jahr zwar nicht neu erfunden, hält aber mit der Version Hamaki ein schickes Sondermodell bereit. Der Hamaki feiert auf dem Genfer Automobilsalon seine Premiere und ist als Roadster mit Stoffverdeck für 23.690 Euro oder als Roadster Coupé mit elektrischem Hardtop zum Preis von 25.290 Euro erhältlich. Äußerlich sollen Chrom-Akzente an Kühlergrill, Scheinwerfern und Türgriffen für Premiumflair sorgen, während innen die in "Havannabraun" gehaltenen Ledersitze den exklusiven Auftritt unterstreichen. Erstmals kommt beim Hamaki ein integriertes Navigationssystem im MX-5 zum Einsatz.
Geburtstagsgeschenk für Mercedes
Mercedes feiert den 60. Geburtstag der SL-Baureihe mit einer Neuauflage des luxuriösen Zweisitzers. Der traditionsbewusste Roadster kommt mit einer Vollaluminium-Karosserie, was ihn je nach Ausstattung um bis zu 140 Kilogramm leichter werden lässt. Als SL 350 mit 225 kW/ 306 PS starkem V6 kostet der schicke Schwabe mindestens 93.534 Euro. Mit dem bereits aus der S-Klasse bekannten 4,7-Liter-V8 mit 320 kW/435 PS sind für den SL 500 exakt 117.096 Euro fällig. Darüber hinaus bringt Mercedes im Frühjahr auch den von der Tuningtochter AMG veredelten SL 63 AMG mit 5,5-Liter großem V8, der Preis ist noch unbekannt.
Schnellster Jaguar
Für viele finanziell ein leider unerfüllbarer Traum bleibt das bildschöne Jaguar-XKR-S-Cabriolet. Der 2+2-Sitzer mit 405 kW/550 PS starkem, mittels Kompressor aufgeladenem Fünfliter-Achtzylinder, ist das schnellste jemals bei der britischen Edelschmiede gebaute Serienmodell. Das dreilagige, klassische Softtop öffnet und schließt sich binnen 18 Sekunden. Wesentlich zügiger gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h, nämlich in schnellen 4,4 Sekunden, bei 300 km/h wird elektronisch abgeregelt. Kostenpunkt für Jaguars sportlichste Open-Air-Version: 138.300 Euro.
Martina Göres/mid (glp)